Philip Island
Nach einer durchfahrenen Nacht und beinah Zusammenstößen mit allen möglichen Tieren sind wir um 3 oder so auf Philip Island angekommen. Wir haben dann mal die Campereigenschaften unseres Autos überprüft und den Rest der Nacht mit umgeklappter Rückbank geschlafen.

Seeeehr bequem...
Naja, nachdem wir der Dame im Tourist Office dann alle Sehenswürdigkeiten aus dem Ärmel geleiert hatten, sind wir die Insel erkunden gegangen. Zuerst auf dem Programm: Seelöwen.


Leider konnte man die putzigen Viecher nur durch ein Fernglas beobachten, sie leben nämlich auf einem Fels der 2km im Ozean liegt. Die Alternative wäre gewesen für 85$ auf ein Boot zu gehen und sie von da aus durch ein Fernglas zu beobachten, wir haben den Mehrwert nicht ganz erkennen können und uns für die 2$ Ferngläser am Festland entschieden. Fotos darf man eh nicht machen, man kann sie nur kaufen.

Nach diesem tollen Erlebnis sind wir dann in ein Koala Conservation Center gegangen. Das war cool! Die Tiere sind dort nicht wie im Zoo von Menschenhand aufgezogen, sondern leben quasi wild. Es sind Zäune um das Gelände, da auf Philip Island viel Verkehr ist und die kleinen vor dem Überfahren geschützt werden sollen.

Ähm, ok, der ist noch nicht echt... ;-)
Jetzt aber:




Der kleine, den man hier so munter auf dem Geländer rumlaufen sehen kann, musste leider von einer Wärterin in seine Schranken verwiesen werden. Nachdem wilde Koalas nicht besonders freundlich zu Menschen sind, geschah das Ganze mit Hilfe eines Sacks:

Er war danach dann auch extrem beleidigt und hat uns nur noch den Rücken zugekehrt. Seine Mami hätte mal besser auf ihn aufpassen sollen...
Naja, danach haben wir uns noch auf einen Wallabie Walk gemacht. Auch der war sehr erfolgreich:

Irgendwie finde ich Wallbies sehen unförmig aus ;-) Trotzdem süß.
Die größte Attraktion auf Philip Island ist aber die Pinguin Parade. Seit Anfang des Jahrhunderts haben die kleinen Kerlchen ihr Zuhause in den Dünen an einem bestimmten Strand. Und auch seit Anfang des Jahhundert laufen sie jeden Abend in Hundertschaften von eben diesem Strand in Richtung Dünen. Man kann daneben sitzen und sich das Spektakel anschauen. Aber davon hab ich ja schon erzählt (wieder nur gekauft)...

Anscheinend finden nicht alle Pinguine ihr Zuhause in den Dünen. Daher dieses Warnschild:

Am nächsten Tag haben wir uns erst um 12 eine Pelikanfütterung angesehen. Die sind echt clever. Schon um halb 12 saßen sie schön brav aufgereiht an Ort und Stelle und haben gewartet.

Danach hatten wir noch Churchill Island auf dem Programm. Das ist eine kleine Insel die zu Philip Island gehört. Dort kann man einen historischen Landsitz ansehen inklusive Farm. Auf der Insel hat immer nur eine Familie gewohnt, nämlich die, der die ganze Insel gehört hat. Das war mit Sicherheit einer der schönsten Orte die wir auf der Reise gesehen haben.



Nachdem sich während wir auf Churchill Island waren das Wetter gebessert hat, haben wir noch einen Walk an der Küste gemacht. Die Aussicht war wirklich toll.

Leider hatten wir wieder so ein ganz KLEINES FLIEGENPROBLEM. Ich konnte nach 20 Minuten diesen Walk nicht mehr genießen und habe die restlichen 1,5 Stunden ohne Pause mit meiner Jeansjacke um mich geschlagen um zu verhindern dass sich Fliegen in meinen Augen, Ohren, Mund und Nase niederlassen.

Hier noch ein harmloses Beispiel wie man nach 2 Minuten aussah. Widerlich...


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