Sydney 2006


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Freitag, 6. Oktober 2006

Segeln auf den Whitsundays (Nein, es heißt nicht Whitesundays...)

So, nachdem wir gesund und munter wieder von Fraser Island zurückgekehrt sind, ging es nach dem Säubern des Autos und uns sofort weiter nach Norden. Für die Nacht lagen 1400km vor uns mit dem Ziel Airlie Beach, von wo aus wir zum Segeln gegangen sind.
Das Hostel in Airlie war absolut super. Wie ein kleines Dorf im Regenwald war es aufgebaut.


Nachdem wir um 6 Uhr morgens eingecheckt waren (ja, zu fünft im Auto schlafen ist nicht schön, deshalb steht man auch gern mal ein bisschen früher auf...), ging es gleich in die Küche zum frühstücken:


Im Hostel gab es auch zahlreiche nicht menschliche Gäste.


Dieser kleine Freund hier war in Wirklichkeit nicht viel größer als mein Daumen, hat aber unter der weiblichen Belegschaft unseres Zimmers leichte Panikattacken ausgelöst (wir mussten auch die Toilette sichern bevor sich wieder jemand reingetraut hat...). Auch war man sich nicht ganz sicher ob man das Tierchen berühren durfte ohne tot umzufallen; hey, wir sind immerhin in Australien. Naja, haben ihn am Ende gesund und munter und ohne Körperkontakt nach draußen befördert.
Anders verhielt es sich mit diesem Kollegen:



Die Spinne (wir versuchen bis heute noch rauszufinden was es für eine ist) hatte ihr Netz genau über den Weg aus einem der kleinen Häuschen heraus gespannt. Wir stellen uns immer noch vor, wie schön es wäre morgens total verschlafen aus dem Haus zu latschen, in Gedanken schon beim Frühstück, und dann bang, voll in dieses Netz mit dieser Riesenspinne zu rennen und sie am Kopf kleben zu haben. Mit wird davon übel ;-)
Hat auf jeden Fall große Aufregung ausgelöst und wurde dann von Spezialisten fachmännisch entfernt. Ach ja, sooooo groß war sie dann auch wieder nicht, die Vergleichshand ist nämlich meine ;-)
Hier nur für die Statistik: Auch in Airlie gab es einen Sonnenuntergang...


Am nächsten Tag ging es dann ab aufs Schiff. Zunächst gab es einige Verwirrung was das Boot angeht. Wir hatten von anderen Deutschen Horrorgeschichten über unser Schiff gehört, so dass wir erst schon umbuchen wollten. Naja, als wir in den Hafen einliefen gab es großes Raten welches es denn wohl sein könnte. Erste Idee war das hier:


Leider weit gefehlt. Unser Boot war so klein, dass wir eine Muster-Up Area hatten, in der man sich immer versammeln musste wenn die Crew Platz brauchte. Oder wenn man über irgendwas informiert werden sollte. Sah dann so aus:


Nichtsdestotrotz war es ein absolut toller trip. Nach dem wir unsere Kojen bezogen hatten


ging es wieder auf Deck zum Tee. Und da war er wieder, unser Commander...


Als es ans Abendessen ging, mussten wir uns alle wieder schön brav vorne am Boot versammeln. Die Mädchen durften dann zuerst was zu Essen holen, während die Jungs noch warten mussten bis sich die Schlange am Buffet etwas gelichtet hatte. Ich muss sagen, dass ich (außer zuhause natürlich) selten so gut gegessen hab, auch wenn es ein wenig improvisiert war.


Mehr kann ich vom ersten Tag nicht erzählen, da er für mich um 8 im Bett endete, da meine seit 10 Wochen andauernde Augenentzündung es nicht zuließ die Augen länger offen zu halten.
Am nächsten Morgen war um halb 7 schon wieder Action angesagt. Der Skip hat den Anker gelichtet und den Motor gestartet, da war an Schlafen nicht mehr zu denken. Nach Frühstück und Zähneputzen irgendwo auf dem Boot


ging es auf zum Whiteheaven Beach.


Da durften wir uns eine Weile aufhalten bevor der Skip uns wieder abgeholt hat.




Nachdem wir Riffhaie, Rochen und anderes Meeresgetier begutachtet hatten und eine Mütze Sonne getankt hatten, wurden wir wieder aufs Schiff zurückbefördert:


Nach einem leckeren Mittagessen und einer kurzen Ruhepause


ging es weiter zum Riffschnorcheln. Juhu war das schön, auch wenn wir etwas dämlich ausgesehen haben


Bilder gibt es leider nur "undigital" von unter Wasser.
Zurück auf dem Boot wurde man gleich mit warmem Tee, Kaffe und Keksen verwöhnt. Zum Aufwärmen, es war nämlich saukalt. Ich weiß ich bin eine Frostbeule, aber ich musste vorzeitig aufhören zu schnorcheln da man sich Sorgen um die Farbe meiner Lippen gemacht hat und ich außerdem nicht mehr in der Lage war meine Arme zum Schwimmen zu bewegen. Schade...
Am Abend ging dann auch Viktor mal baden. Viktor war unser "Dishy". Er spült den ganzen Tag Geschirr und bekommt dafür nur Kost und Logie.


Wir haben derweil Batfische gefüttert. Man beachte: was da im Wasser schwimmt ist ein GANZES Toastbrot. Diese Fische sind also nicht klein.


Nach all diesen Erlebnissen gab es, na, könnt ihr es erraten? Richtig, einen Sonnenuntergang. Ich habe von den 800 Bildern die Johannes in 3 Minuten gemacht hat mal eines ausgesucht.


Auch wenn ich aus oben genannten Gründen auch diesen Abend wieder im Bett verbracht habe, hier noch ein paar Eindrücke. Also die gute Stimmung wurde vom Nationalgetränk, dem sogannten Goon hervorgerufen. Das ist ein ultrabilliges, wir wollen es der Einfachheit halber mal Wein nennen, Getränk im Schlauch. Nachdem unsere Jungs ihn schon einige Abende konsumiert hatten, stellte sich beim Studieren der Aufschrift auf dem Karton heraus, dass dieser "Wein" mit Hilfe von einigen unappetitlichen Nebenrpodukten hergestellt wird.


Nach anfänglichen Ekelanfällen wurde dann doch fleißig weiter getrunken. Sarah (die Köchin) und Viktor waren am Ende wohl am besten dabei.



Sogar der Skip war schon eher im Bett:


Diese kleine Trinkerei am Abend führte am nächsten Morgen dazu, dass Sarah und Viktor verschlafen haben. Wir wurden durch laute "Wake Up" Rufe vom Nachbarboot geweckt. War witzig. Gleich nach dem Frühstück wurden wir nochmal zum Schorcheln abgeladen.


War wieder kalt aber da das Riff an diesem Tag nicht so schön war, war es nicht so schlimm dass ich wieder eher raus musste.
Dann kam leider auch schon die 3-stündige Heimfahrt zurück in den Hafen von Airlie. Sogar mit Segel raus! Da hatten wir mal das Segelgefühl mit ganz schön viel Wackeln und Schiefliegen. Dank unserer stetigen Einnahme von Tabletten, haben wir die Zeit aber ohne überflüssige Entleerung des Magens überstanden.



Alles in Allem waren das 3 wahnsinnig schöne Tage (mit Ausnahme meiner Augenentzündung) mit netten Leuten, sehr gutem Essen und tollen Erlebnissen beim Schnorcheln! Ich bin definitv gepackt und sehr traurig dass es nicht nochmal eine Gelegenheit dazu gab. Hier unten bei uns in Sydney ist ja diesbezüglich nichts los. Naja, muss ich halt in Zukunft mal woanders in den Urlaub hinfahren, wo man dann auch im Riff schnorcheln kann. ;-)