Ghost Busters
Hier kommt ein etwas ungewöhnlicher Bericht von einer Geisterjagd, auf die wir uns begeben haben. Auf der Nordseite von Sydney gibt eine Quarantänestation. Früher (also genau genommen sogar bis 1984) mussten Schiffe, die kranke Menschen an Bord hatten dort anlegen und sich erst mal der Quarantäne unterziehen. Krank und gesund wurden getrennt, Kleidung und persönliche Gegenstände konfisziert zur Desinfektion. Es gab erste Klasse Unterkunft und 3. Klasse oder schlechter. Hunderte Menschen sind dort gestorben und auf dem Gelände der Quarantäne Station begraben. Das Areal ist heute ein Nationalpark in den man nur rein kann wenn man Eintritt bezahlt und sich außerdem einer Führung anschließt. Genau das haben wir gemacht. Und zwar nachts. Mit Petroleumlampen.
Zuvor aber noch ein wunderschönes Bild vom Sonnenuntergang den man in North Head ansehen kann:

Legen wir also los. Mit einer Gruppe von 20 Leuten wurden wir durch das Areal geführt und durften in die alten noch originalen Gebäude gehen. Geschichten über ungewöhnliche Erlebnisse wurden uns erzählt nachdem wir die Gebäude wieder verlassen hatten. Wir sollten ja Objektivität behalten wenn wir etwas spüren oder merken...
Außerdem sollte wir alle schön fleißig Fotos machen. Geister haben die Angewohnheit sich auf Fotos zu materialisieren in Form von großen weißen Kreisen. ;-)
Auf diesem Bild sieht man den Balkon des Superintendent von Anfang 1900. Viele Leute berichten dass er oft auf dem Balkon auf und ab wandert. Auf unserem Bild konnten wir leider nichts einfangen.

Auf dem nächsten Foto könnt ihr sehen wie unser Führer uns gerade das Magneto-Meter erklärt. Neben der Erscheinung in Fotos, haben Geister auch die Angwohnheit Magnetfelder zu erzeugen. Mobiltelefone auch. Naja, ab und zu hatten wir einen Ausschlag auf dem Gerät auch wenn niemand einen Anruf oder eine SMS erhalten hat, aber wer weiß woher das noch kommen kann.


Hier noch ein Bild aus der Autopsiehalle. Auch hier scheinen seltsame Dinge zu passieren. Uns nicht...

Hier noch das Krankenhaus. Auch einer am meisten heimgesuchten Plätze der Station. Hier sind logischerweise die meisten Menschen gestorben. Für ein paar Minuten mussten wir hier unsere Lämpchen rausstellen und im Dunkeln ausharren, mit unserem Magneto-Meter. Leider ist auch hier nichts Spektakuläres passiert.


Am Ende hatten wir dann zwar keine Geister gefunden aber trotzdem eine ganze Menge Spaß gehabt und wirklich was geboten bekommen für unsere 27$.

Wenn ihr das Bild anklickt könnt ihr vielleicht sehen was auf dem Schild steht vor dem wir unsere Lämpchen abstellen musste: KEEP FIRE AWAY ;-)
Nach der Tour gab es noch Tee, Kaffe und Honigsemmeln für alle. Auch in einem alten Speiseraum.

Hier auf dem Bild könnt ihr jetzt rechts neben Johannes einen solchen Lichtfleck sehen (ich denke ihr müsst es anklicken um es zu vergrößern), der auch ein Geist sein könnte, wäre es nicht einfach Staub. Als wir unsere Bilder das erste mal durchgesehen haben, dachten wir schon dass wir alle Geister der gesamten Station eingefangen haben. Leider mussten wir auf älteren Bildern feststellen dass dann wohl beim Grillen und abends feiern auch immer ziemlich viele Geister anwesend gewesen sein müssen. Haben uns dann entschieden es als Staub abzutun. Schade....
Trotz allem müssen wir zugeben dass wir fast geneigt waren ein bisschen an Geschöpfe auf der anderen Seite zu glauben. Entweder ziemlich viele Leute denken sich krasse Sachen aus die dort passieren (viele Führer haben schon gekündigt weil sie von Geistern heimgesucht wurden...) oder es ist vielleicht doch ein bisschen was dran???!!!! Wir wissen es nicht.


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