Sydney 2006


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Freitag, 15. Dezember 2006

Bangkok

Hallo ihr lieben! Nein, dies ist noch nicht der letzte Eintrag in unserem Blog. Nur ein kurzer Bericht aus Bangkok. Wir haben schon ganz lange Arme vom Tragen der vielen Dinge die wir grade im Kaufrausch erworben haben. Daher muessen wir kurz Pause machen.
Vorgestern Nacht sind wir hier gelandet und der richtige Kulturschock ist eigentlich ausgeblieben. Ist wider erwarten ein ganz nettes Staedtchen mit witzigen Leuten. Wir sind noch in keine dunkle Ecke gebracht worden, zum Schneider sind wir auch selbst gegangen und das TukTuk fahren haben wir erstens ueberlebt und finden es zweitens sogar ganz witzig. Billiger als normale Taxis (ohne die man hier nirgends hinkommt) ist es auch noch. Orientierung ist hier noch ausgeblieben. Wir haben keine Ahnung wo wir sind und wo wir hinfahren wenn wir im Taxi sitzen. Aber das macht nichts. Wir hatten nicht vor die Stadt so umzukrempeln wie wir das mit Sydney gemacht haben. Bisher haben wir die Shopping Zentren unsicher gemacht, ab morgen werden dann kulturelle Sehenswuerdigkeiten auf dem Programm stehen. Unser Hotel ist uebrigens auch sehr schoen. Den Zimmerservice haette ich mal gern daheim! Der raeumt sooooo schoen auf jeden Tag... Ausserdem hab ich schon einen Hotelboy zu Tode erschreckt. Ich wollte in Tshirt und Bikinihose kurz ins Zimmer gehen. Dann hat er mit weit aufgerissenen Augen wild gefuchtelt. Sagen konnte er wohl nichts mehr. Aber ich habe verstanden dass ich mich wohl besser etwas dezenter kleiden sollte. Naja, ansonsten wissen wir jetzt wo der Ostblock in den Urlaub faehrt. Definitiv geschlossen ins Prince Palace nach Bangkok. Jeden morgen sitzen wir mit 1000 Pavels am Tisch und am Pool liegen nur unbekleidete Olgas. Naja, jetzt lassen wir mal den Rassismus beiseite. War nur ein Witz, wir sind trotzdem ueberrascht dass das Hotel so ausnahmslos von Russen besetzt ist.
Jetzt mach ich aber mal wieder Schluss. Mehr Geschichten werde ich erst schreiben wenn wir wieder daheim sind. Was uebrigens schon am Montag Abend ist. Also schon ganz bald! Dann gibts auch wieder Photos!
Cheers...

Mittwoch, 6. Dezember 2006

Canberra

So, und schon war es wieder soweit, die letzten Tage des Trips waren gekommen. Wir haben beschlossen sie noch in Canberra zu verbringen. Das hätten wir nicht unbedingt gemacht wenn wir nicht eine kostenlose Unterkunft bekommen hätten. Bora, ein Freund von uns, arbeitet unter der Woche dort und wohnt nur am Wochenende in Sydney. Er konnte (wir auch immer) organisieren dass er eine Suite bekommt für die Woche.


Wir hatten ein eigenes Zimmer mit Bad und einen wunderschönen Pool (den mussten wir leider mit anderen Hotelgästen teilen). Am ersten Tag kamen wir erst um 8 Uhr morgens an nachdem wir die ganze Nacht durchgefahren waren. Besser gesagt: Johannes ist gefahren... Wir haben nach einem kurzen Frühstück nur ein Schläfchen gemacht. Auch der Rest des Tages hat sich nicht viel spannender gestaltet. Das Einzige was wir außerhalb des Hotels gemacht haben, war einmal durch die Shopping Meile zu laufen weil wir ein paar Dinge fürs Frühstück besorgen mussten. Ehrlich. Ich hatte nicht mal Lust zu Shoppen (oh, man war ich im Eimer, es hatte ja auch 40°)...
Am nächsten Tag haben wir dafür straffes Programm gemacht. Zuerst das Regierungsgebäude besichtigen:



Sehr schön muss man sagen. Wir konnten auch in die Regierungskammern in denen debattiert wird, leider war nicht richtig was los. Keine beleidigenden Wortgefechte oder Handgreiflichkeiten. Die Politiker hier sind nämlich wie wir aus dem Fernsehen wissen nicht sehr gut erzogen. Die Maniern lassen deutlich zu wünschen übrig. Andere auslachen, ins Wort fallen und persönliche Beleidigungen sind normal. Später am Tag wäre es auch noch richtig interessant geworden wie wir dann am Abend in den Nachrichten erfahren konnten. Aber wir hatten nicht soviel Zeit...
Danach ging es ins War Memorial. Ja, schon wieder ein Denkmal für gefallene Soldaten. Und schon wieder sind die Namen aller an die Wand geschrieben. Es gibt auch interessantes Museum, aber nach 2 Stunden Krieg (solange haben wir gebraucht um uns GANZ GROB mal alles anzuschauen) reicht es auch wieder. Ist ne ganze Menge was da so los war und wir haben außerdem gemerkt wie gut unsere Geschichtsbildung ist (quasi nicht vorhanden...).


Das letzte was auf unserem Programm stand, war dann die Münzherstellungsfabrik in Australien. Man konnte dort nicht nur zusehen wie Münzen gemacht werden, man konnte auch eine ganze Menge über Geld und seine Geschichte lernen. Wäre jetzt aber glaub ich langweilig wenn ich das alles wiedergebe. Das Tollste war, dass man seine eigene Münze prägen konnte. Juhu!


Wie albern, aber es musste irgendwie sein!

Naja, damit war dann die große Reise auch schon zu Ende und wir wieder zurück in Sydney. Was wir hier so treiben, davon erzähle ich dann morgen...

Dienstag, 5. Dezember 2006

Great Ocean Road II

Auf dem 2. Teil der Great Ocean Road befinden sich dann endlich die Sehenswürdigkeiten die man so kennt. 12 Apostel, Brücke, Bogen, usw. Natürlich haben auch wir an jeder der Steinformation angehalten um uns gemeinsam mit den Menschenmassen die in zahlreichen Bussen angekarrt werden an die Plattformen durchzuschlagen und mit den Chinesen um die Wette zu fotografieren:


Hier seht ihr die London Bridge. Die hat es bis vor 15 Jahren noch gegeben, also ich meine bis dahin war es eine richtige Brücke. 1990 ist sie dann eingestürzt.


Das hier der Arch, ist wohl selbsterklärend...

Mehr gibt es dann zum 2. Teil auch schon nicht zu sagen. Ist sehr schön aber mehr als schauen kann man halt auch nicht. Schade ist, dass es die Formationen nicht immer geben wird. Da sie aus Limestone sind, werden sie vom Meer langsam abgetragen.
Nachdem wir die Great Ocean Road verlassen haben, hat es uns ins Inland verschlagen. Und zwar in einen Ort namens Halls Gap in den Grampians (ein Nationalpark). Zuerst mussten wir aber noch zahlreiche Umwege in Kauf nehmen, WestPac Geldautomaten und Orte in denen es wenigstens einen Supermarkt gibt waren plötzlich rar geworden. Schließlich haben wir aber noch einen gefunden (das Hostel in dem wir reserviert haben hatte nichtmal ein Gerät um mit Karte zu bezahlen). Um 8 sind wir dann aufgeschlagen in dem kleinen Örtchen und dem Hostel. Das war definitv das beste von allen. 10 Minunten nach der Ankunft haben wir Tim gleich mal mitgeteilt dass wir 2 Nächte bleiben werden was eigentlich nicht geplant war.


Unser Häuschen war gleich das kleine aus Backsteinen das man hinter unserem grünen Auto sehen kann.


Auch sonst war alles ziemlich familiär. Und erholsam. Am ersten Morgen haben wir einfach mal bis halb 11 geschlafen und ausgeruht. Dann haben wir auf der Karte alle einfachen Walks ausgesucht und nur die gemacht. Das schwere wollten wir für den nächsten Tag aufheben.


Diese Steinformation nennt man "The Balconies". Auch selbsterklärend. Eigentlich war es verboten drauf zu gehen. Die Vegetation ist von Touristen so beschädigt dass die Steine abgetragen werden wenn die Sachen nicht nachwachsen. Ich sage mal nicht laut welche Bevölkerungsgruppe sich nicht an dieses Verbot gehalten hat...
Danach haben wir dann noch die MacKenzie Wasserfälle aufgesucht.



Den Rest des Nachmittags haben wir auf der Minigolfanlage verbracht. Davon hab ich ja auch schon erzählt, hier nur ein paar Bilder:




Am Abend konnten wir dann noch eine seltene Entdeckung machen: Ein Echidna in freier Wildbahn. Genau genommen am Straßenrand. Keine Ahnung was das hier für Tiere sind. Weil egal ob Wallabie, Känguruh, Koala, Wombat oder eben Echidna - alle leben an der Straße. Wundert mich nicht dass die Hälfte komisch riecht und platt ist...


Echidnas sind auf alle Fälle nicht besonders scheu. Es ist auf seiner Suche nach Ameisen einfach an uns vorbei gelaufen und hat uns total ignoriert. Süüüüüüß!!!!

Abends haben wir dann festgestellt dass wir das Loch in unserer Scheibe auch als was Positives betrachten könnten. Man kann nie dagewesene Effekte kreieren:


Außerdem haben wir dann auch festgestellt dass wir einen Platten haben. Schön.

Am nächsten Morgen haben wir Luft nachgefüllt und sind ein bisschen spazieren gegangen um zu sehen ob die Luft wieder entweicht. Beim Walk gab es viel Wildlife:


Eine neue Kakadusorte,


mehr Echidnas, und natürlich Känguruhs. Auf ein erneutes Foto dieser mittlerweile nicht mehr ganz unbekannten Spezies wird an dieser Stelle verzichtet.

Am Ende des Walks haben wir dann festgestellt dass der Reifen Luft verliert. Darauf folgte der Trip in den Ort in dem uns dann alles repariert wurde. 3 Stunden bei Toyota und 300$ ärmer hatten wir eine neue Scheibe, einen neuen Reifen und das Kühlsystem funktionierte wieder. Genial.
Darauf haben wir uns auf den Weg zu unserem letzten Walk gemacht. Der sollte auch noch einige Überraschungen bereit halten.



Es ging mehr und mehr in die Einöde...
Und es war ganz schön heiß.


Schließlich haben wir feststellen müssen dass der Walk kein Walk war, sondern ein Hike.



War nicht wenig anstrengend. Um 5 Uhr bei immer noch 40°... Aber es hat sich gelohnt:



Nachdem wir wieder im Auto waren, dachten wir dass wir jetzt mal schleunigst die Klimaanlage anschmeißen um uns ein wenig von den krassen Temperaturen zu erholen. War wohl zu viel verlangt. Nachdem alles andere wieder ganz war, hatte die Klima an dieser Stelle beschlossen aufzugeben. Naja, kann man nichts machen. Das war dann schon das Ende des "Outback" Trips. Die nächste Station auf dem Plan hieß Canberra, wo wir einen Freund besuchen wollten.

Montag, 4. Dezember 2006

Great Ocean Road I

Kaum hat man es geschafft sich aus Melbourne wieder rauszuschlagen, schon ist man da: auf der Great Ocean Road.


Krasse Häuser stehen da überall am Straßenrand:


Und noch eins:


Hihi, ne des is dann wohl eher ein Leuchtturm. Die Küste um die Great Ocean Road ist sehr felsig und zerklüftet. Daher waren viele Leuchttürme essentiell. Konnten aber leider nicht verhindern dass man sich heute viele Wracks ansehen kann ;-)
Ansonsten besteht der erste Teil der Great Ocean Road aus schöner Landschaft.


Am Nachmittag sind wir in Apollo Bay angekommen. Das liegt ungefähr genau auf der Hälfte der GOR. Ein sehr schöner kleiner Ort. Wir haben dort beschlossen den supertollen "Treetop Walk" zu machen. Das hätten wir besser mal sein lassen. Für 20$ kann man auf einem Metallgerüst durch den Regenwald laufen. Auf 20 Meter Höhe.


Das Highlight ist dann der Tower auf dem man dann 45 Meter hoch ist.


Leider macht das Gerüst ziemlich viel Lärm und die Leute da auch. Tiere sind also keine in der Nähe.
Abends ging es dann auf unsere neue Mission: Nachdem wir keine Wale gesehen haben, haben wir beschlossen dass wir wenigsten Platypusse in der Natur sehen wollten. Haben uns also einen See gesucht von dem der Reiseführer behauptet dass dort eine Kolonie lebt. Ich würde sagen, mein Blick spricht mehr als Worte:


Selbstverständlich haben wir keine gesehen.
Naja, am nächsten Tag sind wir aus dem Hostel ausgecheckt und haben noch ein bisschen Regenwald besichtigt. Das war beeindruckend. Das war schon eher das was ich mir unter Regenwald vorgestellt habe, nicht das was es auf dem Treetop Walk gab:




Und nach dem Regenwald gab es nochmal wilde Tiere. Die Bäume waren quasi voll davon. Und es war kein Conservation Center oder Ähnliches.


Ja, und jetzt kommen wir noch zu dem unschönen Ereignis auf der Great Ocean Road:


Der Stein mit einem ca. 3cm Durchmesser hat uns zu unserem Glück grade noch gefehlt. Man kann allerdings sagen dass ein bisschen Glück doch dabei war. Das Loch ging schon durch, viel hätte nicht gefehlt dann wäre er ganz durchgekommen...


Immerhin können sie nicht sagen dass sie einen nicht gewarnt hätten!!

Melbourne

Nachdem wir auf Philip Island alles abgegrast hatten, hieß die nächste Station schon Melbourne. Der Weg dorthin war nicht ganz einfach. Wir hätten den Hauptweg in die Stadt rein nur nehmen können wenn wir uns einen eTag gekauft hätten. Wollten wir aber nicht. Das ließ dann die Option offen durch die Vororte zu fahren. Das einzige Problem hierbei waren der Motor und seine Temperatur. Da es aufgrund des kaputten Kühlsystems und dem fehlenden Fahrtwind beim an der Ampel warten keine Kühlung mehr gab, mussten wir improvisieren. Das heißt: Heizung auf volle Pulle anschalten (irgendwie wird der Motor dann gekühlt...). Bei draußen 30° war das eine nicht so schöne Erfahrung. Und wir haben für 19km 1,5 Stunden gebraucht.
Naja, als wir dann angekommen waren und das am wenigsten dreckigste Hostel bezogen hatten (in einem Dorm weil es kein Doppelzimmer mehr gab), haben wir noch ein bisschen die Stadt erkundet.
Das erste was wir gesehen haben, waren Tiere. Wie soll es auch anders sein.


Gaaaaanz viele süße Possums. Leider haben wir nichts zum Füttern dabei gehabt... Soll man ja auch eigentlich gar nicht.

Ich persönlich muss sagen dass ich Melbourne zwar sehr schön fand, aber es ist halt auch eine Stadt. Und Sightseeing in der Stadt hab ich jetzt grade 4 Monate hinter mir. Hier sind auf alle Fälle mal ein paar Beispiele von Melbourne's berühmter Architektur:


Das hier ist einer der Rialto Towers, die waren bis vor kurzem die höchsten Bürogebäude in der südlichen Hemisphäre.


Und das hier ist jetzt das höchste. Wurde aber erst letztes Jahr fertiggestellt.



Igitt, auch die Architekten in Melbourne machen mal Fehler...

Hier mal noch ein Bild vom bekannten Yarra River der durch Melbourne fließt.


Parlament:


Nachdem wir ziemlich viele Dinge zu Fuß erledigt haben, dachten wir uns wir machen mal ein bisschen Laufpause. In Melbourne gibt es ganz viele Dinge umsonst. Wahnsinn!!! Unter anderem auch eine Stadtrundfahrt mit der alten Tram. Das kam uns gerade recht.


Was ich am interessanten fand in Melbourne, ist das alte Gefängnis. Nur ein Trakt davon ist noch übrig. In diesem Gefängnis saß Ned Kelly und wurde auch hingerichtet. Man kann alles noch original betrachten. Den Galgen, die Zellen, Folterinstrumente. In ganz vielen Zellen sind die Geschichten der Menschen beschrieben die dort einsaßen. Wenn man möchte, kann man auch wieder eine Ghost-Tour machen. Das Gefängnis soll der Ort in Australien sein in dem es am meisten Spukt. Haben wir leider nicht gemacht.


Nachdem uns schon fast die Füße abgefallen waren, haben wir noch beschlossen den botanischen Garten unter die Lupe zu nehmen.


Wie in Sydney. Bäume und große Häuser...
Direkt daneben gibt es ein viel interessanteres Etwas: Den Shrine Of Remembrance. Das ist ein Denkmal für alle australischen Soldaten die in allen Kriegen gefallen sind. Sehr schön. Wir haben auch gelernt dass Australien das einzige Land auf der Welt ist, das über jeden seiner Soldaten genau Buch geführt und Informationen hat. Böse Zungen behaupten dass Australien aufgrund seiner noch so jungen Geschichte kaum Dinge hat auf die es stolz sein kann. Gefallene Soldaten müssen daher alles kompensieren...



Zum Abschluss ging es am Abend dann noch auf den Rialto Tower. Dort hat man einen sehr beeindruckenden Ausblick über Melbourne:


Außerdem kann man sich im Kino noch einen Film über Melbourne ansehen. Sehr nett gemacht muss man sagen. Den asiatischen Lieblingsmitbürgern hat er gleich so gut gefallen dass ihn 5 oder mehr davon mit ihrer Digitalkamera abgefilmt haben. Leider ist das illegal da man den Film für 15$ im Souvenirshop kaufen konnte. Aber das stört die ja selten.
Und das wichtigste kommt noch: Jamie Oliver hat grade in Melbourne ein Restaurant eröffnet. Aber wir haben uns nicht reingetraut ;-) Nur ein Foto davor gemacht. Können jetzt immerhin sagen dass wir mal "da" waren. Ist ziemlich teuer da. Suppe kostet 20$...


Nachdem uns Stadtbesichtigung wie gesagt schon ein bisschen zum Hals raushing, haben wir beschlossen dass wir es bei dem einen Tag in Melbourne belassen und schnell weiter fahren um mehr Tiere zu sehen ;-)

Philip Island

Nach einer durchfahrenen Nacht und beinah Zusammenstößen mit allen möglichen Tieren sind wir um 3 oder so auf Philip Island angekommen. Wir haben dann mal die Campereigenschaften unseres Autos überprüft und den Rest der Nacht mit umgeklappter Rückbank geschlafen.


Seeeehr bequem...

Naja, nachdem wir der Dame im Tourist Office dann alle Sehenswürdigkeiten aus dem Ärmel geleiert hatten, sind wir die Insel erkunden gegangen. Zuerst auf dem Programm: Seelöwen.



Leider konnte man die putzigen Viecher nur durch ein Fernglas beobachten, sie leben nämlich auf einem Fels der 2km im Ozean liegt. Die Alternative wäre gewesen für 85$ auf ein Boot zu gehen und sie von da aus durch ein Fernglas zu beobachten, wir haben den Mehrwert nicht ganz erkennen können und uns für die 2$ Ferngläser am Festland entschieden. Fotos darf man eh nicht machen, man kann sie nur kaufen.


Nach diesem tollen Erlebnis sind wir dann in ein Koala Conservation Center gegangen. Das war cool! Die Tiere sind dort nicht wie im Zoo von Menschenhand aufgezogen, sondern leben quasi wild. Es sind Zäune um das Gelände, da auf Philip Island viel Verkehr ist und die kleinen vor dem Überfahren geschützt werden sollen.


Ähm, ok, der ist noch nicht echt... ;-)

Jetzt aber:






Der kleine, den man hier so munter auf dem Geländer rumlaufen sehen kann, musste leider von einer Wärterin in seine Schranken verwiesen werden. Nachdem wilde Koalas nicht besonders freundlich zu Menschen sind, geschah das Ganze mit Hilfe eines Sacks:


Er war danach dann auch extrem beleidigt und hat uns nur noch den Rücken zugekehrt. Seine Mami hätte mal besser auf ihn aufpassen sollen...

Naja, danach haben wir uns noch auf einen Wallabie Walk gemacht. Auch der war sehr erfolgreich:


Irgendwie finde ich Wallbies sehen unförmig aus ;-) Trotzdem süß.

Die größte Attraktion auf Philip Island ist aber die Pinguin Parade. Seit Anfang des Jahrhunderts haben die kleinen Kerlchen ihr Zuhause in den Dünen an einem bestimmten Strand. Und auch seit Anfang des Jahhundert laufen sie jeden Abend in Hundertschaften von eben diesem Strand in Richtung Dünen. Man kann daneben sitzen und sich das Spektakel anschauen. Aber davon hab ich ja schon erzählt (wieder nur gekauft)...


Anscheinend finden nicht alle Pinguine ihr Zuhause in den Dünen. Daher dieses Warnschild:


Am nächsten Tag haben wir uns erst um 12 eine Pelikanfütterung angesehen. Die sind echt clever. Schon um halb 12 saßen sie schön brav aufgereiht an Ort und Stelle und haben gewartet.


Danach hatten wir noch Churchill Island auf dem Programm. Das ist eine kleine Insel die zu Philip Island gehört. Dort kann man einen historischen Landsitz ansehen inklusive Farm. Auf der Insel hat immer nur eine Familie gewohnt, nämlich die, der die ganze Insel gehört hat. Das war mit Sicherheit einer der schönsten Orte die wir auf der Reise gesehen haben.




Nachdem sich während wir auf Churchill Island waren das Wetter gebessert hat, haben wir noch einen Walk an der Küste gemacht. Die Aussicht war wirklich toll.


Leider hatten wir wieder so ein ganz KLEINES FLIEGENPROBLEM. Ich konnte nach 20 Minuten diesen Walk nicht mehr genießen und habe die restlichen 1,5 Stunden ohne Pause mit meiner Jeansjacke um mich geschlagen um zu verhindern dass sich Fliegen in meinen Augen, Ohren, Mund und Nase niederlassen.


Hier noch ein harmloses Beispiel wie man nach 2 Minuten aussah. Widerlich...

Noch mehr Wale - Eden

Nachdem wir unsere erste Enttäuschung was Wale angeht überwunden hatte, sind wir auf nach Eden, dem bekanntesten Walfangort an der Südküste Australiens. Dort erhofften wir uns größere Erfolge.
Zuerst mal haben wir aber ein paar Sehenswürdigkeiten der Stadt angesehen. Man kann Wale nur in der Früh und am Abend sehen. Warum weiß ich auch nicht...


Nach einer kleinen Stärkung...


Haben wir uns einen historischen Wal-Öl-Herstellungs-Ort angesehen. Auf dem Bild sieht man das Haus des Ehepaars, das dort gewohnt hat. Die Leute konnten sich mehr oder weniger nirgends anders hinbewegen weil sie so gestunken haben, dass man es kaum ertragen konnte. Die Kessel usw. sind nicht mehr ganz intakt und stehen unten am Strand wo die Wale direkt mit dem Schiff angeschleppt wurden.

Danach ging es weiter zum Boyds Tower. Diesen Turm hat ein Walfänger gebaut um einen besseren Ausblick aufs Meer zu haben und Wale früher als Konkurrenten zu sehen.


Außerdem haben wir noch eine interessante Tiersichtung gemacht: Schwarze Kakadus. Die sind ziemlich selten in Australien.



Nachdem wir dann wieder mal Stunden auf der Aussichtsplattform verbracht haben um Wale zu sehen, wurden wir wieder enttäuscht. Grrrrrrrrr.....

Station I - Bateman's Bay

Hier folgt jetzt also der ausführliche Bericht über den Urlaub. Nachdem wir mit nicht funktionierendem Kühlsystem des Autos Sydney verlassen hatten, haben wir in einem Ort namens Bateman's Bay die erste Pause eingelegt. Das Hostel in dem wir waren, war sehr witzig. Wir haben einfach nur einen Wohnwagen zugewiesen bekommen. Da war nichts drin außer einem Bett, für alles andere mussten wir in das eigentliche Hostel gehen.


Nach all den Strapazen mit unserem Gefährt, haben wir beschlossen dass erst mal ein Strandtag eingelegt werden muss. Dieser war dann noch geprägt von allerhand Wildlife Erfahrungen.






War sehr witzig. Aber nichtsdestotrotz konnten wir an dem einsamen Strand den wir fast nur mit Tieren geteilt haben, auch ein bisschen Sonne und Ruhe tanken:


Nach dem Strand haben wir noch ein bisschen die Gegend erkundet, und festgestellt dass sobald man eine Stadt verläßt, Tiere und vor allem Känguruhs überall sind.



Abends sind wir dann schon weiter gefahren nach Merimbula. Dort haben wir uns einquartiert und sind dann auf die Suche nach noch mehr Tieren gegangen, diesmal aber im Meer. Man hatte uns Wale versprochen.


So sah der Sichtungsort aus...


Und so das was wir gesehen haben. Ist zwar kein Wal, war aber auch nicht schlecht nachdem wir die Felslandschaft runtergeklettert sind und ihn dann aus 5m Entfernung beobachten konnten.

Endlich wieder Photos

So, wir sind wieder zuhause und haben uns für ein paar Tage Internet ausgeliehen um euch noch detaillierter von unseren Schandtaten erzählen zu können. Zuerst mal haben wir noch ein paar nette Photos von unseren letzten Tage nach den Klausuren in Sydney:



Hier ein Eindruck von unserem Pool...



Hier waren in einer Salsa Bar mit Abir und ein paar seiner Konsorten. Das lustige an dem Abend war, dass Abir sich leider innerhalb einer Stunde mit zahlreichen Long Island Ice Teas so weggeschossen hat, dass wir danach nur noch mit seinen Freunden weg waren weil sie ihn nirgends mehr reingelassen haben ;-) War trotzdem sehr witzig!


Auf diesem Foto könnt ihr Johannes beim Auszug sehen. Nein, das sind nicht die Dinge die wir grade ins Auto einladen wollten, sondern die erste Fuhre Müll die wir aussortiert hatten. Man kann sich gar nicht vorstellen was sich in ein paar Monaten so alles ansammelt was eigentlich kein Mensch brauchen kann...

Sonntag, 26. November 2006

The Grampians

Inzwischen sind wir heil inmitten von Australien angekommen. Der Nationalpark nennt sich Grampians. Die Great Ocean Road haben wir in 2 Tagen erledigt. War schon ein schoenes Erlebnis, wenn wir uns auch mehr mit dem Regenwald und den Walks beschaeftigt haben die drumherum sind, als mit der Strasse selbst. Am 2. Tag durften wir dann noch Regen und Kaelte erleben. Wenn ihr aber glaubt das waere das einzige negative Erlebnis gewesen, dann habt ihr euch schwer getaeuscht. Auf dem Weg zurueck von einem Walk kam uns ein Auto entgegen und im selben Moment ein Stein. Der hat sich dann zielsicher den Weg durch unsere Windschutzscheibe gebahnt. Wunderbar!!!! Das wird uns gleich nochmal 500$ oder mehr kosten und ausserdem sind wir seit 2 Tagen mit einem 30cm grossen runden Sprung ueber dem Lenkrad unterwegs. Verbessert die Sicht ungemein und unsere Laune gleich mit.
Naja, weil uns das Hostel hier in den Bergen so gut gefallen hat, haben wir beschlossen dass wir 2 Tage hier verbringen. Heute haben wir dann den Tag ganz entspannt angehen lassen. Zuerst mal ausschlafen. Das war bitter noetig. Dann haben wir uns fuer ein paar kleine Walks entschieden, d.h. wir haben insgesamt nur 6 km zurueckgelegt. Man, das ist ja schon fast lachhaft. Danach eine gemuetliche Runde Minigolf, und bisschen Tischtennis. Minigolf war hier eher fuer die fortgeschritteneren. Wir haben bei 18 Loechern ungefaehr 15 mal 7 Schlaege eintragen muessen...Endsummen: Julia 107, Johannes 94...
Dann haben wir im Supermarkt ein paar Paprika gekauft fuers Abendessen. Haben auch nur schlappe 10$ pro Kilo gekostet. Da macht gesund essen doch gleich richtig Spass. Und zu guter Letzt kam er dann wieder, der obligatorische Sonnenuntergang. Dabei haben wir dann festgestellt dass wir auch noch einen Platten haben. Und wir sind hier mitten im Nichts. Die Tankstelle hat nichtmal ein Geraet zum Luftnachfuellen. Naja, morgen werden wir weitersehen und uns auf nach Canberra machen, vorausgesetzt wir bekommen ein neues Rad. Ansonsten geht es halt die 1000km weiter mit einem Sprung in der Schuessel und 3 Beinen. Egal das schaffen wir auch noch. In Canberra werden wir eine Nacht bleiben, dann fahren oder kriechen (wer weiss was bis dahin noch alles kaputt geht...) wir weiter nach Sydney. Dort brauchen wir erst mal ne neue Bleibe um dann die naechsten 14 Tage damit zu verbringen die Macken des Autos grob zu beseitigen und den Rest fachmaennisch zu vertuschen. Wir wollen ja schliesslich mindestens 1000$ Gewinn erzielen. Also realistischweise peilen wir einen Verkaufspreis von 4000$ an (zur info: Wir haben 2 bezahlt, Reparaturen belaufen sich derzeit auf 1100$, Scheibe, Rad und weitere kommende Schaeden nicht eingerechnet, werden also eher vertuscht...).
Naja, ihr seht, den Galgenhumor haben wir noch nicht ganz verloren. Bis bald...

Donnerstag, 23. November 2006

Aus dem Urlaub

Hallo ihr lieben! da wir hier noch ein paar Minuten Internet uebrig haben, hier mal ein kurzer Eintrag aus Melbourne! Wir haben heute einen 9 Stunden Marathon Sightseeing Tag gemacht und haben daraufhin beschlossen dass das genug an Stadt ist und wir morgen schon auf die Great Ocean Road aufbrechen. Das Wetter soll toll werden, so hoffen wir dass wir unseren abgelaufenen Fuesse ein wenig ausruhen koennen. Ansonsten waren wir vor Melbourne auf Philip Island. Dort lebt eine der groessten Pinguin Kolonien der suedlichen Hemisphaere. Die kann man jeden Abend anschauen wie sie alle aus dem Wasser watscheln und in ihre Hoehlen huschen. Sehr witziges Schauspiel. Durch einen kleinen Fehler beim Ticketerwerb der Dame in der Touristeninfo, haben wir sogar Pinguin Plus erleben duerfen und sassen noch naeher dran (das scheint den Leuten hier bei uns oefter zu passieren mit dem Tickets...). Und ein Getraenk gab es auch noch dazu. Photos fuer euch gibt es leider keine, ohhh... Die duerfte man wegen den kleinen Kerlchen nicht machen und wir haben uns im Gegensatz zu meinen asiatischen Lieblingsmitbuergern auch daran gehalten.

Naja, jetzt ist unsere teure Internetzeit leider auch schon wieder abgelaufen, deshalb ist jetzt schluss. Hoffe wir koennen uns bald mal wieder melden und dann auch mit ein paar Bildern.

Cheers

Freitag, 17. November 2006

Klugscheißer ;-)

Hallo ihr lieben. Also Bevor ich die Klugscheißermeinungen in den "Comments" kommentiere, hier erst mal was jetzt los war:
1. Das Thermoschtat ist kaputt. Es hat also dafür gesorgt dass das Kühlwasser aufheizt ohne Ende und durch den entstehenden Druck durch den Lüftungsschlauch rausgedrückt wurde (weil in der Physik haben gelernt dass kochendes Wasser oder stark erhitztes sich ausdehnen...)
2. Die Wasserpumpe ist kaputt. Da ich wirklich nicht viel verstehe und unser Mechaniker ein Schnellredner ist, habe ich auch nicht kapiert was da passiert.
3. Alles in allem kostet das verschissene 500$ und uns eine zusätzliche Nacht hier in Sydney. Den Abend können wir wenigstens saufend mit dem Maori (=Neuseeländer, der gar kein Maori ist, siehe Hofbräuhaus) verbringen. Das wird ein Spaß...

Klugscheißer:
- Wir haben geprüft ob es ein Kühlwasserleck gibt, so dumm sind wir nun auch wieder nicht. Es gibt keins, alles Wasser kam auf dem Lüftungsschlauch.
- Abschleppseil: Also hier in Australien ist das mit dem Abschleppen etwas anders als gewohnt: ABSCHLEPPEN IST HIER VERBOTEN. Daher bekommt man auch im Scheiß Baumarkt kein Seil. Aber Danke für den hilfreichen Hinweis. Was außerdem egal, wir sind einfach bei (vom Thermoschtat gefühlten) 800° Motortemperatur gefahren.
- Reibung: Ja auch das Öl haben wir gecheckt, auch so dumm sind wir nicht. Da aber der Motor nicht heiß wird (der Thermoschtat denkt sich das nur aus...) hatte das auch nichst mit dem Öl zu tun.

Schön war aber dass wir sehen konnten dass der Blog doch noch gelesen wird. Und wenn ich das nächste Mal in Australien ein Auto kaufe, dann nehm ich mir nen Mechaniker mit der meine grenzenlose Unwissenheit was den Motor von Autos angeht, verbessern kann. Entschuldigt meinen Zynismus aber ich bin ein bisschen SAUER.
Nachdem wir morgen früh (wenn Johannes wieder nüchtern ist) also aufbrechen gibt es erst mal nix mehr zu lesen für ein paar Tage. Dafür nach dem Urlaub umso mehr.
Ach ja, einen Touri-Tip hab ich noch: wir waren gestern im "Wildlife" in Sydney. Das ist eine künstliche Buschwelt inmitten von Sydney in der also jetzt alles an Australischem Getier angesehen werden kann was es so gibt. Leider ist das so gar nicht schön und interessant. Und die Tiere sehen so gar nicht so aus als würde ihnen das gefallen. Und der Preis ist einfach ungeheuer. Also, NICHT HINGEHEN.

Cheers

Mittwoch, 15. November 2006

Semester beendet...und andere Freuden

So, hier bin ich mal wieder. Jetzt konnten wir eine ganze Weile nicht schreiben weil wir viel zu tun hatte. Und auf der anderen Seite auch, weil es fast nichts mehr zu machen gibt, wir haben schon fast alles angesehen was der Reiseführer hergibt ;-)
Naja, auf alle Fälle kommen wir grade von unserer letzen Klausur. Ist ganz gut gelaufen und jetzt fällt uns auch ein großer Stein vom Herzen. Können uns jetzt für den Rest der Zeit auf weitere Erkundung des Landes konzentrieren. Diesmal ist ja der Süden dran. Bis das klappt, haben wir aber noch ein anderes kleines oder vielleicht auch größeres Problem zu lösen. Gestern ist uns nämlich unser bisher sehr zuverlässiger 4-rädriger Freund abgestürzt. Zuerst haben wir beim Fahren einen seltsamen Geruch wahrgenommen, da es beim Einfahren in die Parkgarage eines Shoppingcenters war, haben wir zuerst versucht es auf jemand anderen zu schieben. Als wir dann ausgestiegen sind und in literweise Kühlwasser standen war schnell klar dass das nur wir sein konnten... Ein Blick in den Motorraum hat uns nicht weiterhelfen können, Rasmus auch nicht. Nachdem Parken ganz schnell teuer werden kann, haben wir beschlossen dass alles nichts hilft und das Auto raus muss aus der Tiefgarage. Der Weg von unten nach oben hat ca. 50m umfasst. Oben angekommen nach nicht mal 1 Minute Fahrt, hat der Thermostat "leichte" Überhitzung angezeigt. Ein erneuter Blick unter die Haube hat überzeugen können Kühlwasser kaufen zu gehen. Gesagt getan. Ohne einen Radioaktiven Gau zu verursachen (Farbe des Kühlwasser kam uns sehr bedenklich vor) wurde das Kühlwasser fachmännisch eingefüllt. Wo genau füllt man das eigentlich wirklich ein?? Neustart des Motors und ca. 1km Fahrt haben dazu geführt dass die Nadel des Thermostats kurz vor dem Abbrechen war weil sie über das rote Ende der Skala hinausgeschnellt ist. Das zusätzliche Geruchserlebnis hat uns bewogen lieber mal anzuhalten. In gemeinsamen Einvernehmen mit Rasmus und Philipp (wir waren eigentlich alle auf dem Weg zum Schnitzel Essen und seeeehr hungrig) wurde beschlossen das Auto einfach mal stehen zu lassen und endlich Essen zu gehen. Zum Glück gab es einen "man darf hier einfach parken ohne zu bezahlen" Parkplatz (sehr rar in Sydney).
Der obligatorische Anruf beim Mechaniker hat leider nur ergeben "auf keinen Fall mehr fahren". Aufgrund der Schnellrednerfähigkeiten von Nick, dem Mechaniker und der schlechten Verbindung am Telefon konnte ich leider nicht mehr erfahren. Unser Kumpel steht immer noch irgendwo im Nichts da wir heute noch lernen mussten, passiert alles Weitere erst morgen. Zuerst mal wird es eine Odyssey geben um ein Abschleppseil zu besorgen. Wo zur Hölle bekommt man ein Abschleppseil her? Daheim liegt es im Kofferraum...
Auf jeden Fall konnten wir mal den Zylinderkopf ausschließen. Das ist uns eine große Erleichterung weil dann hätten wir wohl Konkurs anmelden können. Unser Vermieter ist außerdem so begeistert von uns dass er uns gleich noch eine Nacht umsonst hier wohnen läßt, das heißt wir müssen uns für morgen Nacht noch nicht um eine Bleibe kümmern.

Jetzt wird aber erst mal bisschen entspannt und gegoogelt was die Kiste haben könnte.

Gute Nacht...

Dienstag, 31. Oktober 2006

Vorletzter Tag mit Susanne

Heute haben wir die Uni nochmal Uni sein lassen um Susanne ein wenig rumzuführen da sie morgen wieder abfliegt.
Zuerst auf dem Programm stand ein Coastal Walk von Bondi Beach zu South Head / Watsons Bay. Wir sind also mit dem Bus schön nach Bondi gefahren um von dort loszulaufen.


Leider stellte sich die ganze Sache als nicht ganz so einfach dar. Johannes und ich noch platt von Samstag Nacht, Susanne auch nicht ganz fit, haben wir uns auf die Suche nach dem Anfang von diesem Sch.... Walk gemacht. Nach ca. 1 Stunde Suche haben wir dann einen Busfahrer gefragt. Der hat uns empfohlen mit dem Bus zu fahren. Die Busfahrt zu dauerte schlappe 10-15min. Wäre ein wenig weit gewesen zu laufen.
Da das vielleicht vielen Leuten in Sydney so geht, haben sie Folgendes erfunden:


Nach einem kurzen Gespräch haben wir uns entschieden nicht zu springen und konnten endlich losmarschieren.



Den ganzen Tag hatte uns aber schon ein anderes Problem verfolgt (auch das wäre beinah ein Grund zum Springen geworden...). FLIEGEN. Hier gibt es soviele Fliegen, das hab ich in meinem Leben noch nicht gesehen. Jeder von uns hatte während des Walks ca. 15 Fliegen auf dem Rücken sitzen + ungefähr 10 die versucht haben sich in Mund, Augen und Nase niederzulassen.


Bei Johannes endete das dann irgendwann so.


Nachdem wir irgendwann völlig erschöpft wieder zuhause waren, gab es dort nur eine kurze Rast mit Kaffe bevor wir aufgebrochen sind zum Hunderennen. Spielsucht befriedigen ;-)


Es gibt hier ein Greyhound Stadion in dem jeden Montag und Samstag Hunderennen stattfinden. Kostet einen kleinen Unkostenbeitrag Eintritt, dann kann man sich frei amüsieren oder sein ganzes Geld verzocken. So wie wir...


Am Anfang waren wir noch ein bisschen großkotzig und haben gleich mal 10$ und 5$ auf WIN für irgenwelche Köter gesetzt. Leider haben beide verloren.


Hier seht ihr die grazilen Gestalten einlaufen. Naja, nachdem wir die ersten Verluste realisiert haben, haben wir auch begriffen wie das ganze System funktioniert oder besser dass es gar keins gibt.


Zumindest ein bisschen. Und dass es mehr Sinn macht nur 2$ oder 3$ zu setzen ;-)
Hat irgendwie alles nichts gebracht. Am Ende waren 35$ weg und wir zum Glück nicht spielsüchtig.


War trotzdem ein schöner Tag und wer genug Bandbreite hat und Lust, kann sich hier mal ein Video von einem Rennen runterladen. Dürften so 10MB sein...

http://www.ifi.lmu.de/~vetterj/hunderennen.avi

Gute Nacht

Sonntag, 29. Oktober 2006

Hofbräuhaus

Endlich: Deutsches Essen ;-)

Aber mal langsam. Nachdem wir schon seit Wochen an den Folgen des Entzugs von gutem Essen aus Mama's Küche nagen, ist in meinem Kopf mehr und mehr die Idee gewachsen mal ins Hofbräuhaus zu gehen. Das schöne war dass wir einen Kommilitonen haben in Project Management mit dem wir uns ganz gut verstehen, Abir. Da es quasi Quatsch wäre einfach so allein zu gehen, haben wir beschlossen dass wir Abir mal deutsches Bier und Essen näher bringen wollen. Gute Ausrede ;-)
Gestern Abend, nach 4 Stunden harter Arbeit in Project Management sind wir dann losgezogen. Ich konnte es schon kaum mehr erwarten Kässpatzn mit Salat zu essen... Dort angekommen gab es dann erst mal eine große Enttäuschung. Warum auch immer, durfte man nicht mit FlipFlops in die "Nobel-Location" Hofbräuhaus. Keine Diskussion, nichts half. Abir hat uns angeboten uns heimzufahren damit Johannes sich umziehen kann. Unter normalen Umständen hätte ich mich nach so einer Behandlung geweigert nochmal da hinzugehen, aber die Aussicht auf Kässpatzn hat leider alles Rationale außer Kraft gesetzt ;-)
Um 10 waren wir dann wieder zurück und konnten endlich zuschlagen:



Leider hatten wir keine Kamera dabei, nur das Handy. Aber ich glaube es hat unsere Stimmung ganz gut eingefangen.
Der Rest des Abends hat sich nicht weniger lustig gestaltet. Abir hat uns seine Eisenleber vorgeführt und wir waren bis früh morgens in einem ganz üblen Techno Schuppen in Kings Cross. Wahrscheinlich waren wir die einzigen die nicht auf Ecstasy waren ;-) Der Mineralwasserkonsum in dem Club war auf alle Fälle verdächtig hoch...

Ghost Busters

Hier kommt ein etwas ungewöhnlicher Bericht von einer Geisterjagd, auf die wir uns begeben haben. Auf der Nordseite von Sydney gibt eine Quarantänestation. Früher (also genau genommen sogar bis 1984) mussten Schiffe, die kranke Menschen an Bord hatten dort anlegen und sich erst mal der Quarantäne unterziehen. Krank und gesund wurden getrennt, Kleidung und persönliche Gegenstände konfisziert zur Desinfektion. Es gab erste Klasse Unterkunft und 3. Klasse oder schlechter. Hunderte Menschen sind dort gestorben und auf dem Gelände der Quarantäne Station begraben. Das Areal ist heute ein Nationalpark in den man nur rein kann wenn man Eintritt bezahlt und sich außerdem einer Führung anschließt. Genau das haben wir gemacht. Und zwar nachts. Mit Petroleumlampen.
Zuvor aber noch ein wunderschönes Bild vom Sonnenuntergang den man in North Head ansehen kann:


Legen wir also los. Mit einer Gruppe von 20 Leuten wurden wir durch das Areal geführt und durften in die alten noch originalen Gebäude gehen. Geschichten über ungewöhnliche Erlebnisse wurden uns erzählt nachdem wir die Gebäude wieder verlassen hatten. Wir sollten ja Objektivität behalten wenn wir etwas spüren oder merken...
Außerdem sollte wir alle schön fleißig Fotos machen. Geister haben die Angewohnheit sich auf Fotos zu materialisieren in Form von großen weißen Kreisen. ;-)
Auf diesem Bild sieht man den Balkon des Superintendent von Anfang 1900. Viele Leute berichten dass er oft auf dem Balkon auf und ab wandert. Auf unserem Bild konnten wir leider nichts einfangen.


Auf dem nächsten Foto könnt ihr sehen wie unser Führer uns gerade das Magneto-Meter erklärt. Neben der Erscheinung in Fotos, haben Geister auch die Angwohnheit Magnetfelder zu erzeugen. Mobiltelefone auch. Naja, ab und zu hatten wir einen Ausschlag auf dem Gerät auch wenn niemand einen Anruf oder eine SMS erhalten hat, aber wer weiß woher das noch kommen kann.



Hier noch ein Bild aus der Autopsiehalle. Auch hier scheinen seltsame Dinge zu passieren. Uns nicht...


Hier noch das Krankenhaus. Auch einer am meisten heimgesuchten Plätze der Station. Hier sind logischerweise die meisten Menschen gestorben. Für ein paar Minuten mussten wir hier unsere Lämpchen rausstellen und im Dunkeln ausharren, mit unserem Magneto-Meter. Leider ist auch hier nichts Spektakuläres passiert.



Am Ende hatten wir dann zwar keine Geister gefunden aber trotzdem eine ganze Menge Spaß gehabt und wirklich was geboten bekommen für unsere 27$.


Wenn ihr das Bild anklickt könnt ihr vielleicht sehen was auf dem Schild steht vor dem wir unsere Lämpchen abstellen musste: KEEP FIRE AWAY ;-)
Nach der Tour gab es noch Tee, Kaffe und Honigsemmeln für alle. Auch in einem alten Speiseraum.


Hier auf dem Bild könnt ihr jetzt rechts neben Johannes einen solchen Lichtfleck sehen (ich denke ihr müsst es anklicken um es zu vergrößern), der auch ein Geist sein könnte, wäre es nicht einfach Staub. Als wir unsere Bilder das erste mal durchgesehen haben, dachten wir schon dass wir alle Geister der gesamten Station eingefangen haben. Leider mussten wir auf älteren Bildern feststellen dass dann wohl beim Grillen und abends feiern auch immer ziemlich viele Geister anwesend gewesen sein müssen. Haben uns dann entschieden es als Staub abzutun. Schade....
Trotz allem müssen wir zugeben dass wir fast geneigt waren ein bisschen an Geschöpfe auf der anderen Seite zu glauben. Entweder ziemlich viele Leute denken sich krasse Sachen aus die dort passieren (viele Führer haben schon gekündigt weil sie von Geistern heimgesucht wurden...) oder es ist vielleicht doch ein bisschen was dran???!!!! Wir wissen es nicht.

Samstag, 28. Oktober 2006

Ranke Heinemann Ankündigung

Hier mal ne kleine Ankündigung für alle die auch nach Australien oder Neuseeland zum Studieren wollen.

Freitag, 27. Oktober 2006

Was wir so tun wenn wir nicht lernen...

An dieser Stelle ist es mal wieder Zeit ein paar Sachen zu berichten die wir hier so treiben wenn wir nicht grade lernen. Zusammen mit einem Mitstudierenden haben wir mal Sydney's größtes Oktoberfest erkundet. Leider gab es dort keine OmPahPah Band. Dafür wohl einen Kostümwettbewerb...


...oder wer weiß was die beiden an dem Abend noch so vor hatten. Ansonten haben wir an diesem Abend noch Adolf Hitler getroffen. Erst dachten wir das sei ein Scherz, bis wir leider mit Entsetzen feststellen mussten dass auch der Kollege das Oktoberfest mit einem Kostümball verwechselt hat. Dummerweise haben wir ihn nicht nocheinmal getroffen, sonst hätten wir euch jetzt ein Foto präsentieren können.

Johannes hat außerdem einen Surfkurs belegt um seine Fähigkeiten zu auszubauen. Ich kann leider nicht viel davon erzählen weil ich war ja daheim ;-) Auf jeden Fall hat das Wetter ein bisschen zu wünschen übrig gelassen. Fotos auf dem Wasser gibt es auch keine. Selbige wurden zuerst versprochen von den Veranstaltern, später dann aber nur zu Wucherpreisen abgegeben. Das schöne an der Veranstaltung war, dass es aber mal nicht nur Deutsche waren, die surfen lernen wollten. Englische Kommunikation war erforderlich...




Nachdem Johannes dann sicher wieder zuhaues war, hat uns eine ältere Dame einen spannenden Vormittag beschert. Sie hat beim Ausparken wohl Gas und Bremse verwechselt. Wir wissen nicht genau wie sie das geschafft hat, aber sie hat ihr fast neues Auto ordentlich in ein Blumenbeet zementiert.


Nach 2 Minuten war schon die Feuerwehr da, ich weiß nich warum. Kurz darauf dann der Arzt auf 2 Rädern, kurz darauf dann der Arzt mit Krankenwagen. Zwischendurch kam auch noch die Polizei. Leider haben sie ihr Auto nicht in Sichtweite geparkt. Der alten Dame schien es eigentlich ganz gut zu gehen, sie ist dann ohne Hilfe in den Krankenwagen eingestiegen. Warum wissen wir auch nicht. Naja, als dann das Spektakel vorbei war, kam der Abschlepper.


Das Auto ist wohl reif für den Schrott. Und das beim Ausparken. Ich würde sagen, klasse Leistung...

Johannes hat mal wieder Hausarbeit gemacht...


...aber keine Angst, er muss sich hier nicht überarbeiten ;-)

So, jetzt aber zu unserem "größten" Ausflug. Hier in Sydney gibt es einen Themepark. LUNA PARK. Nach dem wir Spielkinder sind haben wir beschlossen dass der auf unserer Liste auf keinen Fall fehlen darf.


Hmm...Naja. Ich würde sagen das was der armseligste Themepark den ich je erlebt habe. Das Aufregendste im ganzen Park waren diese Spiegel:


Es gab noch mehr, aber noch mehr Bilder werden dann auch langweilig.

Hier noch ein Blick auf Sydney von Norden aus:


Ach ja, und das Fährenunternehmen in Sydney ist wohl seiner Zeit schon ein wenig voraus.

Freitag, 20. Oktober 2006

Wildlife Park

Wir haben Besuch. Susanne ist da und wir versuchen sie in ein paar Tagen schnellst möglich mit allen wichtigen Dingen Sydneys vertraut zu machen. Natürlich sind wir nicht ganz selbstlos. Da haben wir Susanne doch glatt mal erzählt dass eines der wichtigsten touristischen Ziele in Sydney der Featherdale Wildlife Park ist (was für eine Überraschung dass wir da selbst noch nicht waren...). Ist es natürlich gar nicht und als wir vor der Tür ankamen hatten wir erst mal Angst. Sah aus wie ein kleiner Garten durch den man in 10 Minuten durchgehen kann. Aber alles halb so wild, wir haben 4 Stunden dort verbracht und hatten eine Menge Spaß.
Susanne hat gleich mal das Australische Wappen imitiert, was ihr ziemlich gut gelungen ist:


Und hier das Original:


Hier nochmal ein kleiner Bildungshinweis: Känguruh und Emu sind deshalb auf dem Wappen, da es die einzigen heimischen Tiere in Australien sind, die nicht rückwärts gehen können. Ach Gott, was ich nicht alles weiß...

Der Zoo war irgenwie spezialisiert auf Albino Tiere:



Was hier passiert ist, kann man nur erahnen:


Außerdem gab es Wombats, wieder mal alles zum Streicheln natürlich. Und es scheint es zu genießen:


Cassowaries:


Wir haben endlich mal ein Echidna gesehen und gestreichelt:


Echidnas sind eierlegende Säugetiere, genau wie die Platypusse. Sehen aus wie Igel und essen Termiten. Ziemlich süß...

Es gab auch Kokaburras. Die meisten waren in dem Park weil sie verletzt sind und in der Natur nicht mehr überleben könnten. Konnte man sogar streicheln.


Und unsere weißen gefiederten Freunde waren natürlich auch da. Ein klein wenig aggresiver als in der Natur (woher das wohl kommt??). Nach 2 Minuten hat sich dieser Kollege gleich mal den Finger einer kleinen Chinesin geschnappt. Tja, kommt davon wenn man nicht lesen kann...


Hier zum Abschluß des Zoobesuchs noch ein sehr schönes Foto von einem radschlagenden Pfau:


So am Abend haben wir Susanne dann noch in den Summit Tower ausgeführt, ein sich drehendes Restaurant im 47. Stock eines Hochhauses. Aussicht:


Dann wollte ich noch schnell von einem anderen Besuch erzählen. Wir haben ja 3 Pools. 1 großen und 2 kleine. Da hat sich eine Entenfamilie gedacht sie haben gar keinen und nehmen mal einen von unseren.


Das war nicht lecker. Kann ich euch sagen. Nachdem nach 2 Wochen endlich die Poolfirma da war und das kleine Malheurchen entfernt hatte, kann man jetzt wieder ungestört baden.
Das wars jetzt auch mal wieder von mir...

Donnerstag, 19. Oktober 2006

National Maritime Museum

Zusammen mit Rasmus und einem Freund aus Berlin haben wir schließlich noch das National Maritime Museum erkundet. Das muss man sich mal vorstellen: Es kostet keinen Eintritt. Die schlechte Nachricht dabei ist, dass man sehr wohl Eintritt bezahlen muss wenn man auf die Schiffe gehen möchte.

Uns war es die 13$ wert. Also durften wir auf die H.M.A.S Vampire, ein Zerstörer, die H.M.A.S Onslow, ein Uboot und auf die Endeavor, das Schiff mit dem James Cook hier in Australien gelandet ist.

Zuerst wurde mal der Zerstörer genauer unter die Lupe genommen. Er war bis 1986 im Einsatz, aber wurde nur für Übungen verwendet (ich schätze das war eher mangels Gelegenheit. Es war nicht nur dafür geplant).



Wie man sieht, haben wir uns vor allem um den bewaffneten Teil des Schiffes gekümmert. ;-) Ist ein ziemlich großes Boot mit ca. 250 Mann Besatzung.

Danach ging es dann direkt ab ins Uboot. Das war ganz schön eng, sogar für mich. War auch ein Kriegsschiff und hat dann bis 1996 sogar noch als Übungsboot gedient. Die Besatzung umfasste 70 Mann. Das kann ich mir nun beim besten Willen nicht vorstellen, aber die werden sich schon was dabei gedacht haben.


Wenn man durch das Periskop geschaut hat, konnte man sogar den Sydney Tower sehen:


Und das war das Boot von außen:


Als nächstes ging es dann auf ein etwas älteres Modell von Schiff. Ein Nachbau der Endeavor. Das Schiff mit dem es James Cook hierher geschafft hat. Dieses Schiff war nicht gebaut um ein Passagierschiff zu sein, es war ursprünglich ein Kohletransporter. James Cook durfte sich ein Schiff aussuchen welches er haben wollte um seine große Reise zu unternehmen. Die englische Regierung hat den Umbau dann bezahlt.


Hier testet Johannes grad die Außenboardtoilette...

Das Deck für die Offiziere war ziemlich niedrig:



Ich am Steuer ;-)


Nach dem Museum sind wir dann noch durch den Botanischen Garten gewandert. Ich weiß nicht ob ich euch das schon mal erzählt habe, aber der Botanische Garten ist Zuhause von einer riesen Horde Flughunde. Das was hier im Baum hängt, ist nur einer kleiner Teil der ganzen Meute.


Und wie soll es anders sein, wir haben mal wieder Kakadus gefüttert. Inzwischen sind unsere gefiederten Freunde aber zivilisiert und stellen sich an um Essen abzuholen:


Abends waren wir dann bei Rasmus eingeladen zum Lasagne Essen. Da wir keinen Ofen haben, müssen wir manchmal bei anderen Leuten Schmankerl aus dem Backofen essen.


So, jetzt ist aber auch mal wieder genug mit Bloggen...

Alles Mögliche

Hier muss mal kurz ein kleiner Einschub gemacht werden weil es ein paar Sachen gibt, die durcheinander erzählt werden müssen.
Also erst mal wollte ich vom Miete zahlen erzählen. Einfach weil es so toll war ;-) Mussten 1800$ an unseren Lieblings Real Estate Agenten abdrücken und da es hier nur 50$ Scheine gibt, waren das eine ganze Menge:



War lustig beim Geldholen. Kam mir vor als würden wir ne Bank ausrauben. Mit dem Auto vor den Automaten gefahren, ich sitzen geblieben, Johannes Geld abgeholt, wieder ins Auto und Knöpfe runter ;-) Haben aber alles abgwickelt ohne ausgeraubt zu werden. Und Jason war wieder sehr zufrieden mit uns...

Dann gibt es noch diese kleine Sache mit dem Feuerwerk in Sydney. Wer den Blog regelmäßig liest, hat ja wohl schon mitbekommen dass wir eine ganz gute Aussicht hier genießen. Aber zur Zeit wird das immer besser. Alle 2 Tage schießen die ein Feuerwerk ab. Ich hab keine Ahnung ob Jason das extra für uns veranlaßt weil wir immer so gut zahlen oder ob Sydney einfach zu viel Geld hat oder ob ein Fest ist das inzwischen schon 2 Wochen dauert und wir es nicht mitbekommen haben.


Wir genießen es.

Außerdem muss ich noch von unserem Besuch erzählen. Der Commander hat es doch tatsächlich zu uns nach Sydney geschafft. Eine Nacht hat er dann auch bei uns Asyl bekommen. Aber zuerst waren wir am Nachmittag mit ihm Botanischen Garten. Ja, es war nicht ganz uneigennützig. Wir wollten mal wieder Kakadus füttern...



Am Abend haben wir dann ein sehr exzellentes Mahl gekocht bekommen.


Leider hat uns der Commander schon am nächsten Tag wieder verlassen. Das wars auch schon mit den "Durcheinandergeschichten".

Zurück in Sydney - Das älteste Viertel Sydneys: The Rocks

Wieder zuhause haben wir kaum dass wir ausgeruht waren, schon die nächsten Sightseeingtouren unternommen. Auf dem Programm stand zuerst eine etwas genauere Besichtigung des ältesten Viertels in Sydney: The Rocks.
Dort steht, wie soll es auch anders sein, das älteste Haus Sydneys. Cadman's Cottage. steht da seit 1816 und hat inzwischen mehreren Zwecken gedient. Sieht gar nicht so alt aus ;-) Gebaut wurde es von John Cadman und stand damals auch direkt am Wasser. Heute ist eine ganze Menge Hafenpromenade dazwischen.


Danach läuft man an einer Reihe alter Lagerhäuser vorbei, die alle noch ziemlich genau so aussehen wie damals. Heute sind Museen, Restaurants, etc. drin.



Unter der Brücke gibt es dann noch einen sehr netten Park von dem man einen tollen Blick auf die Oper und das Geschäftsviertel hat.


Die wichtigste Einrichtung in The Rocks ist aber wohl unser allseits bekanntes Hofbräuhaus...


... mit der OmPapa Band ;-)

Wußte gar nicht dass wir sowas haben.

Mittwoch, 18. Oktober 2006

Ende der Reise - aber vorher: Noosa Heads

Jetzt endlich der versprochene Beitrag über unsere letzte Station. Nachdem wir also das wunderschöne Örtchen 1770 verlassen hatten, ging es schon weiter in den Süden und eben nach Noosa Heads. Noosa Heads ist erstens bekannt als große Partystadt für Backpacker, andererseits für seinen Nationalpark in dem man wilde oder besser frei lebende Koalas sehen kann.
Wir kamen abends um 10 an und durften das mit der Partymeile sofort miterleben da in unserem Hostel die Post abging. Ich habe mich aus augenentzündungstechnischen Gründen gleich mal ins Bett verkrümelt während Johannes und Frank noch das "Paarungsverhalten geschlechtsreifer Backpacker" beobachtet haben. Muss sehr amüsant gewesen sein. Naja, im Zeichen des nächsten Tages stand erst mal die Koalas im Nationalpark sehen.
Ein 8.4km langer Walk stand uns bevor. Und es war heiß...


... und schön.



Nach großen Anstrengungen und mehreren steifen Nacken ist es dann endlich passiert: wir konnten die wildlebenden Koalas bestätigen:




War sehr witzig weil die alle voll wach waren obwohl Koalas sonst eigentlich 18 oder mehr Stunden am Tag damit verbringen zu schlafen. Der ganze Eukalyptus will ja auch verdaut werden.

Ansonsten können wir noch eine andere interessante Entdeckung melden. Sie ist noch nicht bestätigt, aber wir vermuten stark dass wir es hier mit...


... einer Redback Spider zu tun haben, welche die 2. giftigste Spinne Australiens ist. Gut dass das Bild dadurch zustande kam dass Johannes die Kamera mit der Hand in den Stamm geschoben hat um zu sehen was man mit Blitz erkennen kann ;-)

Auf dem Walk gab es auch noch gemeine Bäume, sog. "Stranglers". Auf dem Bild kann man ganz gut erkenn warum.


Hier noch mehr Bilder vom Walk:




Was genau die Polizei da gemacht hat, wissen wir nicht.

Jetzt kommt noch was schönes für die Jungs: Es war eine Oldtimer und Sportwagen Schau in Noosa. Da haben wir uns dann auch noch rumgetrieben. Zum Glück muss ich nicht alle Bilder posten ;-)



Naja, abends waren wir noch am Strand, ging aber wegen Temperaturen fast unter Null (auf meiner Skala) nicht lange gut.


Am nächsten Tag stand nochmal Erholung pur auf dem Programm. Strand.


Und als kleines Schmankerl: Johannes war direkt mit Delfinen im Wasser. Die waren ca. nur 20m vom Strand entfernt und sind da 2 Stunden lang auf und ab geschwommen. Wahnsinn, hab die noch nie so nah rankommen sehen:



Johannes steht quasi im Wasser um diese Bilder zu machen. Nachdem ich dann die Kamera geholt hab, ist er rausgeschwommen und auf 5m an sie rangekommen. Krass!!!!!!

Tja, und dann sind wir da auch schon, am Ende der Reise. Zum Glück weil es gibt schon wieder so viele Dinge die wir gerne aus Sydney erzählen würden und nicht konnten da erst der Urlaub fertig sein sollte.



Auf Wiedersehen, Urlaub...

Sonntag, 15. Oktober 2006

1770 - Agnes Water

So, hier jetzt der versprochene Eintrag von unserer nächsten Station, 1770 und Agnes Water. Da ich seit 2 Tagen krank bin und es mir heute ganz besonders gut geht (haha), hab ich Zeit ganz viele Geschichten für den Blog zu verfassen.
Nachdem wir also unsere Gewalttour von Mackay aus nach 1770 beendet hatten, kamen wir schon um 4 Uhr morgens dort an. Johannes und ich haben dann gleich mal unsere Schlafsäcke eingepackt und sind zum Schlafen an den Strand umgezogen - zu fünft im Auto schlafen macht wie gesagt nicht so viel Spaß. Wir waren schon leicht überrascht in was für ein seltsames Örtchen es uns da verschlagen hatte. Irgendwie sagen alle Reiseführer und unser Skip vom Segelturn immer nur dass man unbedingt nach 1770 muss, aber keiner sagt warum. Also hatten wir auch nicht den blassesten Schimmer was uns da erwarten würde. Es waren Villen, Villen und nochmal Villen. Leer oder gerade im Bau. Komisch. Am Nachmittag kam Licht ins Dunkel. Die Rezeptionistin unserer absolut genialen Jugendherberge hat uns erklärt, dass ständig die Reichsten Leute der Reichen ein "Häuschen" in 1770 oder Agnes Water bauen lassen. Nachdem sie dann 1 oder 2 Jahre dort gewohnt haben fällt ihnen plötzlich auf dass es kaum einen langweiligeren Ort auf dieser Welt gibt: die "Innenstadt" besteht aus 2 Supermärkten, einem Zeitungsladen, Kleidungsgeschäft und 1 oder 2 Restaurants - ach ja, eine Tankstelle gibt es auch. Nachdem sie das dann realisiert haben, ziehen sie wieder aus und verkaufen das Haus. Ich hab noch nie soviele schöne und leere Häuser auf einem Haufen gesehen. Um keinen Neid und Mißgunst zu verursachen, verzichten wir an dieser Stelle darauf Bilder zu veröffentlichen. ;-)
Nun ja, letztendlich ist 1770 übrigens der Ort in Australien, an dem Captain James Cook zum ersten Mal in Queensland an Land gegangen ist. Ansonsten kann man sagen dass es dort wirklich wunderschön ist - und sicher. In unserer Jugendherberge gab es keine Schlüssel, nicht einmal Schlösser an den Türen. Man konnte (bzw. man musste) sich darauf verlassen dass nichts wegkam. Die Anlage war absolut geil.



Hier ist Johannes beim Frühstück.
Das Hostel hat Touren auf kleinen Motorrädern angeboten, haben wir aber nicht gemacht.


Johannes hätte glaub ich gern.
Das war der Aufenthaltsbereich:



Und das Paul, mit dem haben wir auch einige witzige Gespräche gehabt:



Abendessen:


Natürlich waren in 1770 auch am Strand. Johannes hat einen Surfkurs gemacht, der kostete 16,50$.



Meerestiere gab es auch:


Und solche komischen Gebilde. Sahen eher aus wie Aliens aus dem All:


Die hatten sich auf einem Stück Holz festgemacht (ich vermute dass sich dieses von einem der Wracks gelöst hat die auf dem Grund vor 1770 liegen). Frank und Johannes haben es unter größten Anstrengungen wieder ins Meer zurückbefördert bevor all die armen Kreaturen verendet sind.

Ja, und am Abend, da war es dann wieder mal soweit. Sonnenuntergang.







... und das war nur eine kleine Auswahl aller Sonnenuntergangsbilder...

Die Jungs haben zu späterer Stunde außerdem noch das Oktoberfest unsicher gemacht ;-)


1770 war schon unsere vorletzte Station, es folgen nur noch 2 Tage Noosa Heads von dem ich dann vielleicht morgen berichten werde.

Samstag, 14. Oktober 2006

Outback

Um auch mal ein Eindruck von Australiens wohlbekanntem Phänomen "Outback" zu bekommen, haben wir beschlossen dass wir eine ca. 1000km Tour durch eben jenes fahren wollten. Die Tour ging in Charters Towers los, machte einen Schlenkerer durch die Wildnis und endete dann wieder an der Küste.
Unglücklicherweise hatten wir uns für diese Tour einen Tag ausgesucht der temperaturmäßig im 30er Bereich lag.


Dafür haben wir beschlossen so wenig wie möglich anzuziehen ;-)
Und so sieht es aus:



Wir haben zum ersten mal wilde Emus gesehen:


Buschfeuer:


Schotterpiste (wir haben uns entschlossen einen anderen Weg zu nehmen als wir das gesehen haben...):


Road Trains (wir mussten rechts ranfahren da die Straße nur einspurig war, die Road Trains hätten es nicht getan...):



Und nochmal Road Trains:


Baustellen (unsere Lieblingseinrichtung in Australien sind die Männer, die Schilder halten die auf der einen Seite den Aufdruck SLOW und auf der anderen den mit STOP haben... Wir in Deutschland haben für sowas Ampeln, die Aussies weniger Arbeitslose):


Nach der Hälfte der Strecke kam dann die einzige Tankstelle auf unserer Strecke, wir haben sie nicht zum Tanken genutzt (der Sprit hat gleich mal 15ct mehr gekostet als in der Stadt - Überraschung), sondern nur für einen kleinen Snack:


Wie in einer Oase war die ganze Tankstelle voller exotischer Vögel:



Frank hat ab und zu mal getestet ob ein neuer Road Train im Anmarsch ist:


Johannes und ich haben mittags ein Nickerchen gemacht:


Ein kleiner Spaziergang durchs Outback war auch auf dem Programm (diesmal mit Schuhen):


Es gab Kohlezüge (Australien deckt 80% seines Energiebedarfs aus Kohle):


Und auf Wiedersehen Outback:


Am Abend war der Zielort dann Mackay. Da hat es uns dann das erste Mal erwischt: In der ganzen Stadt kein einziges Zimmer zum Schlafen. Mackay liegt in einem Kohleabbaugebiet und besteht aus Motels. Alle Kohlearbeiter wohnen unter der Woche an den Abbaustellen und kommen dann fürs Wochenende in die Stadt. Und genau dann wollten wir auch da schlafen.
Nach einiger Diskussion wurde dann beschlossen Mackay und den tollen Nationalpark der dort in der Nähe ist, auszulassen. Dafür haben wir nachdem wir gerade 1000km gefahren waren nochmal 800 drangehängt und sind nach 1770 weitergereist.
Davon das nächste Mal.

Cheers

Dienstag, 10. Oktober 2006

Charter's Towers - Die Outback Tour

Von Townsville aus haben wir sehr früh am nächsten Morgen unsere 1000km Tour durchs Outback gestartet. Der erste Teil der Strecke war nur sehr kurz da wir gleich einen Zwischenstopp in Charter's Towers gemacht haben. Das ist eine kleines Stadt die um 1820 gegründet haben da dort Gold gefunden wurde. Bis heute ist es eine Goldgäberstadt. Unsere erste Aktion war der Besuch des Viehverkaufs. Das ist fast so cool wie in Amerika. Ein Moderator moderiert die Versteigerung und spricht dabei so schnell dass man ihn kaum verstehen kann:



Danach ging es dann ab in die Stadt, das Tourist Office unsicher machen um zu sehen was man alles so machen kann in Charter's Towers.
Da lief uns dieser kleine Freund über den Weg:


Wie man sich unschwer vorstellen kann, war ich für ein Paar Minuten seeeehr glücklich.

Naja, unsere erste Besichtigung war das Haus eines sehr reichen Goldgräbers, der sich dann aber in seinem eigenen Keller erhängt hat. Es kam wie es kommen musste in einer Goldgräberstadt: dem Haus wird nachgesagt dass es in ihm spukt. Manche Leute gehen nicht rein.




So sah das Haus vom Garten aus aus, ich gehe grade in den Poolbereich den jemand errichtet hat der nach diesem Vorfall noch in dem Haus gewohnt hatte:


Außerdem konnte man noch umsonst eine Tasse Tee auf der Terasse trinken.


Danach sind wir dann in eine Goldmühle gefahren.


Das ist eine Anlage, wo Leute mit den zuvor aus Tunneln gehauenen Steinen hingehen können um dann das Gold vom Stein zu trennen. Das war sehr interessant und ich hab sogar noch was gefunden ;-)


Hier noch der Bus, der die Leute aus der Mühle in die Stadt gefahren hat:


Nachdem wir dann also gelernt haben wie wir am besten Gold gewinnen, sind wir erst mal wieder in die Stadt gefahren und haben uns da noch ein wenig umgeschaut.






Nach diesem anstrengenden Tag ging es dann endlich ins Hostel. Johannes und ich haben ein Einzelzimmer bezogen. Da der Aberglaube die Stadt fest in der Hand hält, hatte unser Zimmer mit der Nummer 13, die Nummer 12A.




Nachdem die Zimmer erfolgreich bezogen waren und es eine kurze Fernsehpause gegeben hatte, haben wir uns auch schon wieder auf den Weg gemacht. Na, könnt ihr es nochmal erraten? Richtig, wir haben uns den Sonnenuntergang angeschaut.




Um den Sonnenuntergang zu sehen mussten wir auf einen Berg fahren. Da gab es dann auch endlich mal wieder Tiere:


...und ganz schön viele davon ;-)

Danach gab es dann das erste und wahrscheinlich auch einzige Foster's in Australien weil man es hier eigentlich kaum bekommt, die Aussies exportieren es nur.


Dann aber flink ab ins Bett...


Am nächsten Morgen war wieder früh aufstehen angesagt. Dafür konnten wir ein tolles Frühstück auf der Veranda genießen.



Auch Körperpflege kam nicht zu kurz:


Und die Aussicht war toll:


Nachdem der größte Hunger mit Erdnußbutter und Nutella gestillt war, ging es auf, das richtige Outback zu erkunden. Aber davon mehr Morgen...

Townsville

Nachdem wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten, und noch dazu ein Paar gute Tips vom Skip bekommen hatten, haben wir beschlossen unsere Reise nach Norden in Townsville zu beenden. Wir haben uns also nach dem Frühstück auf den Weg gemacht. In Townsville angekommen, mussten wir erst mal ein Hostel ausfindig machen. Das ist uns dann auch ganz gut gelungen. Nachdem wir noch ein bisschen am Strand verbracht haben, wurde das Abendessen geplant, im Hostel gab es nämlich eine tolle Küche.


Nach dem Essen haben die Jungs und Stephi dann noch ein bisschen entspannt:


Außerdem haben wir danach noch die Stadt unsicher gemacht. Hier auf dem Bild kann man die Gründungsväter von Townsville sehen:


Und hier kommt noch das Lieblingsfeature der Jungs in Townsville:


Leider war ansonsten keine Zeit für große Sprünge in Townsville. Daher gibt es von hier gar nicht mehr zu berichten. Der nächste Teil der Reise wird dafür umson interessanter.

Cheers.

Freitag, 6. Oktober 2006

Segeln auf den Whitsundays (Nein, es heißt nicht Whitesundays...)

So, nachdem wir gesund und munter wieder von Fraser Island zurückgekehrt sind, ging es nach dem Säubern des Autos und uns sofort weiter nach Norden. Für die Nacht lagen 1400km vor uns mit dem Ziel Airlie Beach, von wo aus wir zum Segeln gegangen sind.
Das Hostel in Airlie war absolut super. Wie ein kleines Dorf im Regenwald war es aufgebaut.


Nachdem wir um 6 Uhr morgens eingecheckt waren (ja, zu fünft im Auto schlafen ist nicht schön, deshalb steht man auch gern mal ein bisschen früher auf...), ging es gleich in die Küche zum frühstücken:


Im Hostel gab es auch zahlreiche nicht menschliche Gäste.


Dieser kleine Freund hier war in Wirklichkeit nicht viel größer als mein Daumen, hat aber unter der weiblichen Belegschaft unseres Zimmers leichte Panikattacken ausgelöst (wir mussten auch die Toilette sichern bevor sich wieder jemand reingetraut hat...). Auch war man sich nicht ganz sicher ob man das Tierchen berühren durfte ohne tot umzufallen; hey, wir sind immerhin in Australien. Naja, haben ihn am Ende gesund und munter und ohne Körperkontakt nach draußen befördert.
Anders verhielt es sich mit diesem Kollegen:



Die Spinne (wir versuchen bis heute noch rauszufinden was es für eine ist) hatte ihr Netz genau über den Weg aus einem der kleinen Häuschen heraus gespannt. Wir stellen uns immer noch vor, wie schön es wäre morgens total verschlafen aus dem Haus zu latschen, in Gedanken schon beim Frühstück, und dann bang, voll in dieses Netz mit dieser Riesenspinne zu rennen und sie am Kopf kleben zu haben. Mit wird davon übel ;-)
Hat auf jeden Fall große Aufregung ausgelöst und wurde dann von Spezialisten fachmännisch entfernt. Ach ja, sooooo groß war sie dann auch wieder nicht, die Vergleichshand ist nämlich meine ;-)
Hier nur für die Statistik: Auch in Airlie gab es einen Sonnenuntergang...


Am nächsten Tag ging es dann ab aufs Schiff. Zunächst gab es einige Verwirrung was das Boot angeht. Wir hatten von anderen Deutschen Horrorgeschichten über unser Schiff gehört, so dass wir erst schon umbuchen wollten. Naja, als wir in den Hafen einliefen gab es großes Raten welches es denn wohl sein könnte. Erste Idee war das hier:


Leider weit gefehlt. Unser Boot war so klein, dass wir eine Muster-Up Area hatten, in der man sich immer versammeln musste wenn die Crew Platz brauchte. Oder wenn man über irgendwas informiert werden sollte. Sah dann so aus:


Nichtsdestotrotz war es ein absolut toller trip. Nach dem wir unsere Kojen bezogen hatten


ging es wieder auf Deck zum Tee. Und da war er wieder, unser Commander...


Als es ans Abendessen ging, mussten wir uns alle wieder schön brav vorne am Boot versammeln. Die Mädchen durften dann zuerst was zu Essen holen, während die Jungs noch warten mussten bis sich die Schlange am Buffet etwas gelichtet hatte. Ich muss sagen, dass ich (außer zuhause natürlich) selten so gut gegessen hab, auch wenn es ein wenig improvisiert war.


Mehr kann ich vom ersten Tag nicht erzählen, da er für mich um 8 im Bett endete, da meine seit 10 Wochen andauernde Augenentzündung es nicht zuließ die Augen länger offen zu halten.
Am nächsten Morgen war um halb 7 schon wieder Action angesagt. Der Skip hat den Anker gelichtet und den Motor gestartet, da war an Schlafen nicht mehr zu denken. Nach Frühstück und Zähneputzen irgendwo auf dem Boot


ging es auf zum Whiteheaven Beach.


Da durften wir uns eine Weile aufhalten bevor der Skip uns wieder abgeholt hat.




Nachdem wir Riffhaie, Rochen und anderes Meeresgetier begutachtet hatten und eine Mütze Sonne getankt hatten, wurden wir wieder aufs Schiff zurückbefördert:


Nach einem leckeren Mittagessen und einer kurzen Ruhepause


ging es weiter zum Riffschnorcheln. Juhu war das schön, auch wenn wir etwas dämlich ausgesehen haben


Bilder gibt es leider nur "undigital" von unter Wasser.
Zurück auf dem Boot wurde man gleich mit warmem Tee, Kaffe und Keksen verwöhnt. Zum Aufwärmen, es war nämlich saukalt. Ich weiß ich bin eine Frostbeule, aber ich musste vorzeitig aufhören zu schnorcheln da man sich Sorgen um die Farbe meiner Lippen gemacht hat und ich außerdem nicht mehr in der Lage war meine Arme zum Schwimmen zu bewegen. Schade...
Am Abend ging dann auch Viktor mal baden. Viktor war unser "Dishy". Er spült den ganzen Tag Geschirr und bekommt dafür nur Kost und Logie.


Wir haben derweil Batfische gefüttert. Man beachte: was da im Wasser schwimmt ist ein GANZES Toastbrot. Diese Fische sind also nicht klein.


Nach all diesen Erlebnissen gab es, na, könnt ihr es erraten? Richtig, einen Sonnenuntergang. Ich habe von den 800 Bildern die Johannes in 3 Minuten gemacht hat mal eines ausgesucht.


Auch wenn ich aus oben genannten Gründen auch diesen Abend wieder im Bett verbracht habe, hier noch ein paar Eindrücke. Also die gute Stimmung wurde vom Nationalgetränk, dem sogannten Goon hervorgerufen. Das ist ein ultrabilliges, wir wollen es der Einfachheit halber mal Wein nennen, Getränk im Schlauch. Nachdem unsere Jungs ihn schon einige Abende konsumiert hatten, stellte sich beim Studieren der Aufschrift auf dem Karton heraus, dass dieser "Wein" mit Hilfe von einigen unappetitlichen Nebenrpodukten hergestellt wird.


Nach anfänglichen Ekelanfällen wurde dann doch fleißig weiter getrunken. Sarah (die Köchin) und Viktor waren am Ende wohl am besten dabei.



Sogar der Skip war schon eher im Bett:


Diese kleine Trinkerei am Abend führte am nächsten Morgen dazu, dass Sarah und Viktor verschlafen haben. Wir wurden durch laute "Wake Up" Rufe vom Nachbarboot geweckt. War witzig. Gleich nach dem Frühstück wurden wir nochmal zum Schorcheln abgeladen.


War wieder kalt aber da das Riff an diesem Tag nicht so schön war, war es nicht so schlimm dass ich wieder eher raus musste.
Dann kam leider auch schon die 3-stündige Heimfahrt zurück in den Hafen von Airlie. Sogar mit Segel raus! Da hatten wir mal das Segelgefühl mit ganz schön viel Wackeln und Schiefliegen. Dank unserer stetigen Einnahme von Tabletten, haben wir die Zeit aber ohne überflüssige Entleerung des Magens überstanden.



Alles in Allem waren das 3 wahnsinnig schöne Tage (mit Ausnahme meiner Augenentzündung) mit netten Leuten, sehr gutem Essen und tollen Erlebnissen beim Schnorcheln! Ich bin definitv gepackt und sehr traurig dass es nicht nochmal eine Gelegenheit dazu gab. Hier unten bei uns in Sydney ist ja diesbezüglich nichts los. Naja, muss ich halt in Zukunft mal woanders in den Urlaub hinfahren, wo man dann auch im Riff schnorcheln kann. ;-)

Mittwoch, 4. Oktober 2006

Fraser Island, die größte Sandinsel der Welt

So, wieder ist es Abend und die letzten Stunden vor dem Schlafen gehen werden zur Informationsverbreitung genutzt. Also wo hab ich gestern aufgehört? Genau, wir sind in Hervey Bay angekommen und haben lecker gegessen! Noch ein paar Worte zu unserem Häuschen: Das tolle daran war,


dass Johannes und ich ein eigenes Zimmerchen hatten!


Bevor wir am nächsten Tag unsere Überfahrt auf die Insel angegangen sind, haben wir noch ein kleines Barbecue veranstaltet:


Am linken Bildrand könnt ihr Itai sehen, einen israelischen Soldaten, den wir im Hostel kennen gelernt haben. Er war witzigerweise am nächsten Tag auch auf der Insel dabei und wurde dann umgetauft in "Commander" da er die Kontrolle über sein Team im anderen 4WD hatte. In ein paar Tagen gewähren wir ihm hier in Sydney Asyl und auf unserem Segeltrip war er dann auch noch mit von der Partie. Außerdem könnt ihr Grillmeister Johann sehen, einen Augsburger Studenten.

Beim Essen bekamen wir Besuch:


Das kleine Possum hatte soviel Hunger dass es quasi alles gegessen hat, was wir ihm gegeben haben. Chilli Chicken über Känguruh und Brot ;-) Und ich hab wieder mal ein Tier gesehen...

Hier noch ein kleiner Eindruck von den Jungs beim "Bierchen" nach dem Grillen:


Als am nächsten Tag alle mehr oder weniger ausgeschlafen hatten, ging es prompt zur Einweisung wie man ein 4WD (=4 Wheel Drive) fährt und bedient. Zu diesem Zweck hat uns ein eingefleischter Australier die Basics erzählt. Nachdem wir uns dann noch ein Video mit ein paar tödlichen Unfällen auf der Insel angeschaut hatten, durften wir unser Gefährt in Empfang nehmen.


Dann ging es nach dem Packen und Abzählen der Utensilien (Besteck, Teller, Töpfe...) auch schon ab zur Fähre:


Auf der anderen Seite konnte man direkt in den 4-Radantrieb schalten und auf unwegsamen Pisten loslegen:


Station Nummer 1 war der sogenannte "Lake McKenzie". Das ist einer von vielen Süßwassersehen auf der Insel, und auch der schönste. Das Wasser ist so klar das kann man sich nicht vorstellen. Durch unterirdisches Fließen durch Sand wird es so sauber dass man es sogar trinken kann. Johannes hat mal gefischt und eine kleine Schildkröte gefunden ;-) Haben sie natürlich gleich wieder entlassen nach dem Fototermin:


Und sonst sah es da so aus:




Nach einem erfrischenden Bad (ich natürlich nicht, hab wieder gefroren wie ein Hund) war Mittagessen auf dem Plan. Zuerst mussten wir mal die nötigen Utensilien vom Dach holen,


dann essen:


Weiter ging es auf den "Highway". Normale Menschen würden sagen "an den Strand". Auf jeden Fall gilt auf Fraser: Strand = Highway. Höchstgeschwindigkeit: 80km/h.



Oben in der grünen Shorts ist übrigens noch Freddy, unser gestörter Engländer zu sehen. Über ihn wollen wir nicht weiter sprechen...Ach ja, nebenbei war der Highway auch noch Landebahn für Flugezeuge. Wenn die kamen musste man eben mal schnell rechts ranfahren.



Bevor es dunkel wird muss man alle Straßen auf Fraser verlassen haben, das ist dann so um 5. Außerdem kann man nicht mehr fahren weil Flut ist. Auch wir haben den Weg in unser Camp bei den Aboriginies gefunden:

Küche


Wanne


Schlafraum


Grillen


Besoffener Schotte, den man unter keinen Umständen verstehen konnte, beim Marshmallows Grillen


Zähneputzen am nächsten Morgen


Unsere Stationen für den Tag 2 waren zum einen "Indian Heads", zum anderen die Champagne Pools. Indian Heads ist eine Klippe, wenn man von ihr runterschaut kann man Rochen, Haie, Riesenschildkröten und Wale sehen. Wir haben alles geschafft, außer Wale. Fehlen noch auf der Liste der gesichteten Tiere. Aboriginies meiden diesen Ort. Früher wurden ihre Vorfahren von dort runtergestoßen um sie loszuwerden.



Weiter zu den Champagne Pools. Das Bild ist selbsterklärend würde ich sagen.


Das auch:


Nachdem wir gemäß deutscher Gründlichkeit unseren Tagesplan abgearbeitet hatten, war noch Zeit für eine Inlandstour zum "Lake Allom". Der Weg war ein wenig unwegsam so dass es im Auto mal eben die Kabel von der Batterie gelöst hat. Unter großer Mißachtung der Worte unseres Instructors: "Keep you fucking hands off my car" haben die Jungs mal Hand angelegt und das Problem behoben. Wäre ein langer Weg geworden um auf einer verlassenen Insel Hilfe zu finden...


Im Lake Allom konnte man nicht baden, dafür Tiere sehen!


Abends im Camp ging es gleich weiter mit den Tiersichtungen als ein Dingo uns beim Abendessen zugesehen hat. Die Dingos auf Fraser Island sind die reinsten Dingos die es noch gibt da sich noch nicht mit Hunden paaren konnten, die dürfen nämlich nicht auf die Insel. Nichtsdestotrotz sind es wilde Tiere und haben auf der Insel schon ein Kind getötet. Aber wir wurden genauestens instruiert wie wir uns bei einer Dingosichtung zu verhalten haben. Füttern konnten wir die nicht, das kostet 3000$. In dieser Nacht hat er allerdings noch unsere Mülltonne ausgeräumt... Ups...


Unsere Jungs haben die Aboriginies daheim besucht:


Und nachdem ihre Flasche Jackie-Cola leer war, kamen sie noch zu uns runter. In unserem Camp gab es übrigens das einzige Feuer auf der Insel. Fraser ist ein Nationalpark und in Parks darf man kein Feuer machen. Aber das Australische Gesetz hat keine Wirkung für die Aboriginies! Sehr cool!


Am nächsten Morgen kannten Johannes und Denis keine Gnade und haben sich mit Smiley den Sonnenaufgang angeschaut:




Nach dem Frühstück hieß es Sachen packen:


Dann haben wir noch "Lake Wabby" angesteuert. Ein See, der im Laufe der nächsten Jahre verschwinden wird, weil die Düne in ihn hineinwandert:



Auf dem Weg durch den Wald, den wir natürlich mal wieder barfuß bestritten haben, wieder eine Tiersichtung:


Im Allgemeinen muss ich noch anmerken, dass sich unser Vorhaben: "In Australien laufen wir niemals barfuß durch die Gegend" inzwischen irgendwie in Luft aufgelöst hat. Als uns die Aboriginies an einem Abend erzählt haben, dass sie ein paar Tage zuvor eine Death Adder (die heißt nicht umsonst so) auf dem Weg zum Strand gesehen hatten, den wir am Abend barfuß runtergelaufen waren, hat uns das mal wieder ein wenig auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Wir tragen jetzt FlipFlops ;-)

Zum Abschluß noch ein nettes Bild von uns:


Bis auf den Engländer waren es 3 tolle Tage, die wir sicher nie vergessen werden. Tagsüber viele Sachen erlebt und abends haben wir mit den Aboriginies quatschen können, was einem auch mal eine ganz andere Sichtweise auf die Dinge eröffnet. Eine sehr faszinierende Kultur und eine witzige Weise wie sie sich mit unserer vermischt. Man könnte noch seitenweise erzählen, aber dafür reicht der Blog nicht aus. Ich hoffe ich konnte zumindest einen kleinen Eindruck unserer Erlebnisse vermitteln.

Dienstag, 3. Oktober 2006

Australia Zoo - Oder auch: "Ich will Tiere sehen"

So, schon am 2. Tag der Reise war es soweit. Wir haben das Zuhause des kurz zuvor verstorbenen Crocodile Hunter besucht.


Steve würde sagen: "Crikey"... Was auch immer das bedeuten soll.

Naja, auf jeden Fall konnte ich hier endlich Tiere sehen und anfassen. Mein erklärtes Ziel für diesen ganzen Aufenthalt.
Als wir um halb 12 ankamen, waren die Tiershows schon voll im Gange. Natürlich waren wir rechtzeitig für die Krokodile im Crocoseum, dem Stadion für alle Vorführungen. Da haben wir dann Bekanntschaft mit einem schuppigen Freund des Crocodile Hunters machen dürfen.



Die Shows werden von Tierpflegern gemacht, wir haben erfahren dass Steve selbst nie Zeit für sowas hatte, also hätten wir ihn wohl auch nicht getroffen wenn er noch gelebt hätte.

Direkt nach den Vorführungen konnte ich es schon kaum mehr erwarten in den "Roo Heaven" zu gehen. Känguruhs füttern! Juhu!


Die Känguruhs haben aber nicht nur das Füttern, sondern auch das Streicheln genossen, wie man hier sehen kann:


Auch Johannes hat fleißig gefüttert:



Dieser Kollege war ein klein wenig aggressiv. Was man auf dem Bild nämlich nicht erkennen kann, ist, dass Johannes kurz nach dem Auslösen einen ordentlichen Hieb in die Rippen versetzt bekommen hat. Gleich darauf hat es dann ein kleines Kind verprügelt. Naja, der Blick läßt es einen vielleicht erahnen...

Gleich nach den Känguruhs haben wir uns mit den anderen bekannten Ureinwohnern Australiens beschäftigt: den Koalas. Im Australia Zoo kann man die streicheln, juhu! ;-)


Hier bin ich mir nicht ganz sicher wer über wen lacht:


Koalas sind wirklich die süßesten Geschöpfe, die ich je gesehen hab. Schade dass sie sehr ruhig sind und eigentlich nur mit Essen und Verdauen beschäftigt den lieben langen Tag. Eine Pflegerin hat erzählt, dass die Lieblingsbeschäftigung der Koalas im Zoo ist, auf dem Arm gehalten und gekuschelt zu werden. Dafür hängen sie sich auch schon mal an die Beine ihrer Pfleger wenn diese im Gehege sind und hoffen so in den Arm genommen zu werden. Müssen dann liebevoll in ihre Schranken verwiesen werden.


Apropos den ganzen Tag Eukalyptus essen: Bei diesem Känguruh kann man sich glaub ich auch nicht ganz sicher sein was es zu sich genommen hat:


Nach den Koalas hieß es Elefanten füttern:


Dann haben wir noch einen tasmanischen Kollegen getroffen...


... den Tasmanischen Teufel.

Alles in Allem war es ein sehr schöner Zoo und die Leute hier waren wirklich mitgenommen vom Tod von Steve Irvin. Der ganze Zoo ist quasi ein einziges Denkmal. Überall stehen Blumen, hängen Gedichte, T-Shirts und andere Kleinigkeiten um ihm Respekt zu zollen.


Auch wir haben noch ein Erinnnerungsfoto gemacht.

Nach dem Zoo hatten wir noch ein paar Hundert Kilometer vor uns. Unser nächster Stop hieß Hervey Bay. Dort hatten wir eine super Jugendherberge, nämlich eine eigene Hütte, nur für uns. Die haben wir prompt genutzt um Spaghetti mit Soße aus der Dose zu kochen. Lecker...


Von Hervey Bay aus sind wir dann 2 Tage später auf die größte Sandinsel der Welt übergesetzt: Fraser Island. Aber davon erzähle ich euch morgen...

Gute Nacht

Abfahrt und erste Station: Byron Bay

So, nachdem wir jetzt gesund und heil wieder hier in Sydney angekommen sind, ist es Zeit euch zu zeigen was wir so getrieben haben in den letzten 2 Wochen.
Am Freitag, den 15. September haben wir uns auf den Weg gemacht.


Nachdem wir zu fünft unterwegs waren, hieß es das Gepäck auf das Nötigste zu beschränken. Das soll einer mal einem weiblichen Wesen klar machen... Naja, ich würde sagen wir haben uns gut geschlagen. Haben uns am Vortag noch Trolleys gekauft und tatsächlich all unsere Habseligkeiten da reingebracht. Mit Hilfe dieser Trolleys hoffen wir auch unser kleines Gepäckproblem auf dem Heimflug zu lösen.

Nun gut. Nach zahlreichen Stunden Fahrt und viele hundert Kilometer weiter nördlich sind wir dann an unserem ersten Ziel angekommen: Byron Bay. In diesem sehr kleinen und beschaulichen Örtchen gibt es lauter tolle Sachen. Zum einen ist hier der Punkt, an dem James Cook zum ersten Mal in Australien an Land gegangen ist. Das war im Jahre 1770.


Auf der linken Seite ist übrigens Frank, einer der mitfahrenden, auf der rechten Denis.

Zum anderen gibt es in Byron Bay den östlichsten Punkt Australiens:


Ja, so sieht er aus....


Hier mal noch unsere ganze Truppe. Das andere weibliche Wesen ist Stephi.
Ach ja, ich bin mir übrigens sicher dass ich an diesem östlichsten Punkt einen Wal gesehen hab, was mir die anderen aber nicht glauben, die ein ganzes Stück hinter mir waren... Daher gilt:


Und zum Abschluss zeige ich euch jetzt noch Johannes Lieblingsfoto: Ein Baumgebilde, das aussieht wie die Schildkröte Morla in der Unendlichen Geschichte. Unendlich spektakulär:


... Wer es nicht erkennen kann, auch nicht schlimm ;-)

Freitag, 15. September 2006

Vor-dem-Urlaub-Bericht

Hallo! Die Schlechtwetterfront ist überstanden und der Sommer ist eingezogen. Johannes hat seine Grippe überlebt, und ich hab mich O Wunder nicht angesteckt. Nachdem der Regen aufgehört hat, sind auch die Kakadus wieder aus ihren Löchern (oder wo auch immer die leben) gekrochen... Man muss sagen dass die ganz schön dreckig waren, und anscheinend ganz schön hungrig. Weil wir euch schon lang kein exklusives Material von unseren einzigartigen Studien zur Verfügung gestellt haben, hier mal wieder ein Bild wie wir versuchen die Hungersnot ein bisschen zu lindern.


Naja, ansonsten waren wir endlich mal in einem richtigen WG-BBQ. Gestern abend. War sehr cool, außer dass mal wieder ausschließlich deutsche Mitbürger mit von der Partie waren. Gut möglich ist, das muss ich an dieser Stelle kurz anmerken, dass ihr mich vermutlich das letzte mal in meinem Janker auf einem Foto sehen werdet. Weil ich den so lieb gewonnen habe, wollte ich ihn auch gleich in den Urlaub mitnehmen, wurde mir aber von oberer Instanz verboten. Jetzt hab ich ihn mal in den Schrank gehängt und ich befürchte bis zum Abflug nach Hause werde ich ihn da auch nicht mehr rausholen.




Hier noch der Gastgeber (in gelb), Frank der mit uns mitfährt und ich (in rot, unschwer zu erkennen):


Außerdem haben wie sie endlich gesehen, die erste Kakerlake seit wir hier sind (eigentlich ganz süß, trotzdem hat sie massiven Ekel und Gänsehaut bei mir hervorgerufen):


Gleich daneben gab es das:


Beides zusammen ergibt das:


Ich fand es unglaublich beruhigend dass es funktioniert, auch wenn ich glaube dass wir in unserer Wohnung keine Kakerlaken haben werden. Man sagt, wenn man bisher noch keine gesehen hat, ist es unwahrscheinlich dass man welche bekommt. Das trifft auf uns auf jeden Fall zu.

Naja, jetzt sind wir noch damit beschäftigt uns für den Urlaub fertig zu machen und um 12 in der Nacht geht es los!

Wir werden mal versuchen auch von unterwegs aus was zu posten, mal sehen was die Zeit so zuläßt!

Euch eine schöne Zeit bis dahin...

Montag, 11. September 2006

Passend zu 9/11 wird das Wetter beschissen und ich krank

Hallo zusammen. Wir sitzen hier gerade in unserer Wohnung und sind leicht gefrustet. Seit 3 Tagen ist es eigentlich nicht mehr möglich das Haus zu verlassen. Es schüttet wie aus Eimern, und das fast ununterbrochen. Echt zum kotzen. Im Wetterbericht heißt es zwar es soll morgen wieder schön werden, aber ich glaubs erst wenn ichs sehe! Sie sagen nämlich auch, dass es mehr als doppelt soviel regnet wie normalerweise im September! Wenn man sich mal die Aussicht aus unserem Fenster ansieht, dann kann man sich ungefähr vorstellen wie es regnet.


Kein Regen vs. Regen (da war doch mal ein Opernhaus und so ne Brücke, oder???)
Und die Kanalisation ist hier auch nicht wirklich für Regen ausgelegt. Aus jedem Gully kommt ne Fontäne sobald es mehr als 2 Tropfen regnet.
Das ist nur ein harmloses Beispiel!

Naja, am Freitag geht’s ja zum Glück in den Urlaub und da ist es jetzt sicher schönes Wetter! Wir haben jetzt noch 2 Mitfahrer gefunden und werden nun also zu 5 auf Reisen gehen! Wird sicher spaßig!
Am Sonntag waren wir eingeladen bei einer Australierin zum AFL kucken. Das ist so ne Art Football, aber mit Regeln die keiner verstehen kann und ohne Polsterung, deshalb spielen es auch nur die Australier! Scheint hier irgendwie cool zu sein Sportarten zu haben die sonst keiner checkt (Kricket, Aussie Rules Rugby…). Naja, es war auf jeden Fall ziemlich witzig es mit 5 Vollblutaustraliern und Fans anzuschauen. Wenigstens hat „unser Team“ mit einem Punkt (1 Tor gibt 6 Punkte) Vorsprung gewonnnen, was bei einem Spielstand von 85:84 echt knapp war!
Weil die Leute hier aber keine Heizung haben (oder wenn sie eine haben, diese nie benutzen, weil es E-Heizungen sind die die Stromrechung ganz schnell mal verdoppeln können) hab ich mir in dem kalten Zimmer natürlich gleich ne kleine Erkältung eingefangen! Aber ich wurde gut von Julia versorgt und bin wieder auf dem Weg der Besserung.

Ach ja und geblitzt wurde ich zu guter Letzt auch noch! Bin mir leider nicht ganz si-cher wie schnell ich war, wird aber sicher nicht billig. Falschparken kostet hier schon mal 70$. Bei speeding ist man schnell bei 170$. Naja, ich werds einfach nicht bezah-len, das macht man anscheinend so als Ausländer, weil dies eh nicht verfolgen können! Lustig ist aber, dass ich in D schon seit 7 Jahren ohne jeglichen Strafzettel fahre (und das sicher nicht immer gemäß der StVO) und hier erwischt es mich nach knapp 2 Monaten! ;-(

Freitag, 8. September 2006

Australian Museum

Gestern war mal richtig beschissenes Wetter für Sydney Verhältnisse, da haben wir einem der vielen Museen einen Besuch abgestattet. Die Wahl fiel auf das Australian Museum. Da geht es eben wie der Name schon vermuten läßt um die Geschichte Australiens. Zusätzlich ist im Moment noch eine Dinosaurier Ausstellung. Sehr nett:



Irgendwie hat man hier noch nicht so richtig das Gefühl dass wir Spaß hatten, aber das sollte sich im Laufe des Nachmittags noch ändern.

Nach den Dinosauriern kamen dann Skelette. Von allem möglichen. Mensch und Tier:



Danach ein ganzes Edelsteinparadies, langweilig...


Dann wurde es richtig super weil wir haben das Kinderparadies des Museums betreten. Die sogennante "Hands On" Abteilung. Das ist wirklich ziemlich einmalig. Sieht aus wie ein Wohnzimmer mit Sofas, Fernseher, Bücherschränken. Überall stehen ausgestopfte Tiere Australiens rum und man kann sie anfassen. Dann kommt der "im Glas" Bereich. Hier gibt es ein paar Aquarien mit lebenden Tieren, darunter auch die größten Kakerlaken der Welt (mir wurde zu meiner Beruhigung versichert dass diese über 5cm großen Tiere wohl nie in meiner Küche auftauchen werden). Ansonsten gab es ziemlich viel im Glas und in der Schublade (sozusagen alle Insekten Australiens), außerdem Hai im Glas, Qualle im Glas, Krebs im Glas, Ei im Glas... Scherz... Und einige getrocknete Meerestiere zum so anfassen. Die waren aber aufgrund einiger fleißiger Kinderhände schon kaum mehr zu erkennen. Hier ein solches Kind, verkleidet als Ninja Turtle:


Ach ja, hab ich noch vergessen: Reptilien zum anfassen gab es auch, aber nur tot...

Ja, und schon kommen wir zum Highlight. Geplagt vom Hunger und traurig dass man nicht soviele Knöpfe drücken konnte wie im Museum Mensch und Natur, sind wir auf die Stabheuschrecken gestoßen. Eigentlich gar nicht so spannend, aber anscheinend sahen wir interessiert genug (oder ich angeekelt genug) aus um dass der Betreuer uns den Kasten mal aufgeschlossen hat. Ich glaube er wollte mir meine Angst vor den fast gefährlichsten Tieren der Welt nehmen. Ich hab immerhin mal eine "gestreichelt", aber nur eins von den kleinen Exemplaren. Johannes hätte sie gern alle mit ins Bett genommen glaub ich.



Nach einer weiteren Stunde Aufenthalt bei den Heuschrecken, haben wir uns dann trennen können. Auf alle Fälle wissen wir jetzt mehr über Stabheuschrecken (die es ja überall auf der Welt gibt) als über andere Tiere Australiens ;-)

So, und hier bin ich noch mit meinem besten Kumpel:

Donnerstag, 7. September 2006

Wieder mal ein Walk.... Bondi to Coogee

Also das mit dem Walken, das nimmt anscheinend kein Ende. Diesmal waren wir allerdings nicht in einem Nationalpark sondern quasi bei uns vor der Haustüre. Entland der Küste Sydney's gibt es überall befestigte Wege, auf denen man an der Küste entlang wandern kann. Einer der bekanntesten Walks ist eben der Bondi to Coogee oder auch Coogee to Bondi, je nachdem wo man anfängt. Letzten Dienstag, nachdem sich das Wetter von seiner besten Seite gezeigt hat, haben wir beschlossen uns auf den Weg zu machen. Essen und Trinken wurde eingepackt, wir rechneten damit dass wir nicht vor dem Abend wieder daheim sein würden.
Hier mal unser "Walk-Team", das noch durch Rasmus ergänzt wurde. Der hat das ganze nicht s ernst genommen und sich ohne Trinken und mit FlipFlops auf den Weg gemacht.


Johannes hat sich im Klettern an den Klippen geübt:



Ansonsten haben wir auf dem Weg noch das sehr skurrile Zuhause von Pennern oder Surfern oder was auch immer gefunden. Ein bisschen zugig, aber sicher ein geiler Ausblick 24h am Tag:


Teilweise konnte man bis ganz an Wasser rangehen, ich hab schon vermutet dass ich gleich von einer Welle überspült werde als ich da stand, aber es ging nochmal alles gut:


Auf diesem Bild könnt ihr noch sehen wie der Walk sich ungefähr gestaltet. Was man nicht erkennen kann ist, dass man in guten 30 min. durch ist wenn man nicht alle 2 Meter ein Foto machen muss oder in den Klippen klettert...


Vorne um die Ecke, also nach dem Friedhof war dann auch schon Coogee (man, auf dem Bild schaut es dann doch wieder ganz schön weit aus...):


Und so sieht es dann in Coogee in einer etwas abgelegeneren Bucht aus:


Nun ja, also im Nachhinein hat sich eben rausgestellt dass es gar kein richtiger Walk ist ;-) Rasmus hat alles ohne Trinken und feste Schuhe überstanden. Die Wege waren alle betoniert und man konnte sogar Eis kaufen zwischendrin.


So, und wie fast immer hab ich noch ein anderes großes Erlebnis in der Küche: Wir haben Pancakes gemacht! Also wir haben eine Flasche gekauft mit Pulver drin, dann die großartige Leistung vollbracht 440ml Wasser zuzufügen (mit einem Meßbecher den wir auf dem CitytoSurf geklaut haben, was für ein Glück...) und das Ganze 2 min. zu schütteln. Solch schwierige Aufgaben darf ich als Oberküchenmeisterin dann nicht mehr erledigen (für mich bleibt ja dann noch die Küche wieder in einen akzpebtablen Zustand zu bringen), dafür ist der Meister höchstpersönlich verantwortlich. Nachdem die ersten "Pfannkuchen" eher noch eine europäische Form hatten, wurde es mit der Zeit dann doch immer mehr der Pancake, der sich durchgesetzt hat. Und am Ende dann Perfektion:




Mahlzeit

Dienstag, 5. September 2006

Wir trauern um unseren geliebten Corcodile Hunter

Gestern Morgen um 11:00 am australischer Zeit ist das unglaubliche geschehen.
Steve Irwin (the artist formally known as "Corcodile Hunter") wurde beim Schnorcheln in Queensland von einem Stachelrochen getötet. Der Rochen hat seinen Stachel blitzschnell durch sein Herz gebohrt. Das ist erst der 2. bekannte tödliche Unfall mit einem Stachelrochen in der Geschichte Australiens, und das ausgerechnet mit Crocky.

In 2 Wochen wollten wir eigentlich bei seinem berühmten Australia Zoo in Brisbane (Gold Coast) vorbei schauen. Mal sehn ob wir das jetzt immer noch machen, bzw. ob der Zoo überhaupt noch offen hat. Momentan läuft dort auf jedenfall Business as usual weiter. In Australien ist das übrigens eine Tragödie, da er sowas wie ein Volksheld war, alle Nachrichten sind voll mit Berichten. In Deutschland, wird es wahrscheinlich nur mal kurz in Explosiv erwähnt oder?

Naja, hier mal noch ein paar Bilder für alle die nichts mit dem Namen anfangen können.
Grüße und bis bald, Johannes & Julia

Steve Irwin (*1962   +2006)

Sonntag, 3. September 2006

Blue Mountains II

Wer das hier zuerst liest: STOP, zuerst Teil I lesen ;-)

Nach einer angenehmen Nacht (wir hatten keine Schnarcher im Zimmer, juhu) sind wir dann aufgestanden und haben uns abfahrbereit gemacht.




Der Plan war zu den 3 Sisters zu fahren und da die sogannten "Giant Stairways" zu gehen. Das bedeutet, man beginnt oben am Berg und steigt fast 1000 Stufen runter ins Tal. Also die Beine wissen danach was man gemacht hat ;-)




Zum Glück muss man sagen hat es heute morgen noch geregnet, sonst hätten wir keinen so schönen Regenbogen im Tal gesehen!

Schließlich unten angekommen hatten wir nur noch 2,5km vor uns.


Auf der Karte könnt ihr sehen wo wir lang gegangen sind, Ziel war Scenicworld! Sieht ganz schön weit aus. Ist es auch wenn man grad 1000 Stufen gestiegen ist und einen seine Beine nicht mehr tragen:


Nachdem wir genug hatten vom Treppensteigen haben wir mal 8$ investiert um uns von der Bahn wieder hochfahren zu lassen, das musste mal drin sein:



So das wars für heute... Gute Nacht...

Blue Mountains I - oder wieder nichts gelernt ;-)

Hallo! Also diesen Bericht schreibe ich in 2 Teilen. Wir haben die letzten 2 Tage in den Blue Mountains verbracht. Hier berichte ich erst mal über den Samstag.
In der Früh ging es also los, so um 9 haben wir uns auf den Weg gemacht in die Blue Mountains, die in einem riesengroßen Nationalpark liegen. Ist von Sydney aus ungefähr eine Stunde. Mit an Board hatten wir Michi und Thomas, die wir hier bei einem Ranke Heinemann Treffen kennengelernt haben. Organisiert wurde das Ganze von Bora, der im "Megalong Valley" 3 Lodges gebucht hatte, die wir uns zu insgesamt 16t geteilt haben.
Also hier mal ein erstes Bild bei der Einfahrt in den Park:


Wie man schön erkennen kann, haben wir inzwischen "sommerklamottentaugliche" Temperaturen (was mich aber nicht davon abhalten konnte noch immer in meinem "Janker" rumzulaufen und ausgelacht zu werden...).

Unsere erste Station waren die sogenannten Jenolan Caves, eine riesiges Höhlensystem am anderen Ende des Parks. Nachdem die Aussies das mit einem Onlinebuchungssystem noch nicht so drauf hatten, haben wir alles vor Ort erledigt. Dies führte dazu dass sich 2 der mitfahrenden Spielkinder (Johannes und Michi) eine ganze Weile beschäftigen mussten bis unsere Tour anfing.


Die 2 haben sich schon mal mit intensivem Klettertraining beschäftigt, das wir in unserer Höhlenwanderung natürlich nicht anwenden konnten.

Als nächstes müßt ihr euch jetzt leider eine ganze Reihe Bilder aus den Höhlen zu Gemüte führen. Johannes hat nichts anderes gemacht als jedes Detail digital festzuhalten ;-)




War alles sehr nett, aber wenn das hier nicht der Sydney Blog wäre, könnten die Bilder auch aus jeder anderen Tropfsteinhöhle der Welt stammen (was für ein Wunder, sie entsehen ja auch durch einen chemischen Prozess, der glücklicherweise überall auf der Welt genau gleich abläuft...).



Die Gänge in den Höhlen war sehr nett gemacht, man musste fast überall aufpassen dass man sich nicht den Kopf stößt (ja, sogar ich musste ihn ab und zu einziehen).

Hier noch ein witzig gelungenes Bild von Johannes, nein er ist nicht reingeschnitten:


Und: wir haben die 3 Sisters auch schon in den Höhlen gesehen:



Als wir dann um halb 4 wieder das Tageslicht erblickten, haben unsere Mägen schon ganz schön nach dem anstehenden Barbecue geschrien. Daher haben wir uns auch gleich auf den Weg zur Lodge gemacht. Nachdem wir alle auf die Hütten aufgeteilt waren, haben wir mit dem Vorbereiten von Salat und Fleisch begonnen. Als alles fertig war, wurde der Grill angeschmissen. Was ihr jetzt sehr, ist keine Überraschung:



Ja, Johannes musste natürlich der Grillmeister sein! ;-) War auf jeden Fall sehr lecker! Und auch wenn wir von manch einem daheim als "Alufoliengriller" bezeichnet werden, müssen wir das mal sagen: Ein Hoch auf Gasgrills! Nie wird Fleisch so lecker wie mit Gasgrills! Juhu...

Nach dem Grillen wurde es dann draußen ein bisschen ungemütlich! Wir waren immerhin in den Bergen... Also haben wir Feuer gemacht. Das gestaltete sich schwieriger als gedacht. Das Holz das es gibt brennt nicht einfach so wie Holz bei uns, nein es weigert sich erst mal eine ganze Weile. Dank Boras guter Vorbereitung, man braucht Handschuhe um Kleinholz zu holen (hallo, wir sind im Busch und man greift nicht einfach mit bloßen Fingern im Dunkeln in ein Tonne mit Spänen), konnten unsere 2 Helden dann schließlich nach etwas mehr als einer halben Stunde und einer ganzen Handvoll blöder Kommentare von Umstehenden sagen, wie Tom Hanks in "Castaway": Wir haben Feuer gemacht!!


Nach ein paar weiteren Stunden vor dem Feuer, hatte man sich dann irgendwann entschieden ins Bett zu gehen. Entgegen meinen Befürchtungen war die Lodge besser isoliert als gedacht und man konnte wirklich sehr gemütlich und warm in seinem Bettchen schlafen...

Montag, 28. August 2006

Mal wieder vor der Arbeit für die Uni gedrückt...

Gestern haben wir uns mal wieder einen netten Ort hier in Sydney angeschaut. Eigentlich wollten wir an unserem Paper arbeiten, aber nachdem die Sonne ein bisschen rausgeschaut hat, haben wir beschlossen etwas auf unserer Sightseeing-Liste abzuhaken. Die Wahl fiel auf den Chinesischen Garten der Freundschaft. Diesen Garten haben die Chinesen (genau genommen die Provinz Guangdong) den Australiern zu ihrer 200-Jahr Feier geschenkt, das war 1988. Es sind lauter nette chinesische Wahrzeichen in diesem Garten verbaut. Hier mal ein paar Bilder:



Was ich besonders idyllisch fand an diesem Garten, dass man im Hintergrund den ganzen Hochhausdschungel der Stadt hat und wenn man am Zaun entlanggeht, versteht man quasi sein eigenes Wort nicht weil die "George Street", also die Hauptverkehrsstraße an dem Garten vorbeiführt.




Ihr werdet es nicht glauben, aber in diesem Garten gab es keine Kakadus ;-) Dafür haben wir bei unserem 2. Rundgang (man will ja schließlich auch was sehen für sein Geld...) diesen Kollegen hier getroffen: Erst dachten wir der ist nicht echt, aber er war es dann doch.



Nach dem Chinesischen Garten der Freundschaft hat es uns dann noch ins IMAX verschlagen wo wir uns "3D Sea" angeschaut haben. War zwar ganz nett, hat sich aber von einem vergleichbaren Erlebnis in deutschen Gefilden nicht unterschieden (wenigestens etwas haben wir mit den Australiern gemeinsam ;-))


Ach ja, und wir haben gestern auch für Johannes eine Sonnenbrille gefunden:


Ansonsten war Johannes noch im Stadion hier und hat sich ein (hoffentlich sag ich das jetzt richtig) Rugby Spiel angeschaut:


Zum Schluß hab ich noch 2 tolle Ereignisse für Euch: vorgestern hatten wir hier einen super krassen Nieselregen auf den gleich 2 Regenbögen übereinander folgten:


Das wahrscheinlich seltenere Ereignis ist aber dieses:



Cheers

Donnerstag, 24. August 2006

Nationalpark II

Wie ihr sehen könnt ist seit dem letzten Eintrag eine ganze Weile vergangen. Das liegt maßgeblich (und das ist definitiv kein Witz...) daran, dass man in der Uni hier komischerweise doch ganz schön was ackern muss. Und weil wir ja so brave Studenten sind, tun wir das auch. In 2 Wochen ist das erste Paper fällig, und wir haben schon mal mit dem Research angefangen (andere haben sich beruhigenderweise noch nicht mal ein Thema ausgesucht) was ganz schön zeitaufwendig ist, vor allem wenn man so eine schnelle Internetverbindung hat wie wir hier... Naja, dazu kommt dann eben dass man in einem anderen Kurs seit letzter Woche jede Woche was abgeben muss. Also auf Deutsch: Wir sind ganz schön im Stress und von Urlaub keine Rede mehr...
Das konnte uns aber trotzdem nicht davon abhalten letzten Sonntag nochmal einen Ausflug in den Nationalpark zu machen. Diesmal nicht zu viert, sondern mit einer ganzen Horde von Leuten, fast 20 waren wir. War wirklich nett. Wir sind schon um 10 los, oder vielleicht auch ein bisschen später da wir wieder mal das Phänomen der nicht vorhandenen Dynamik einer großen Gruppe von Leuten durchleben mussten ;-) Naja, auf dem Weg haben Johannes und ich dann unsere Tanknadel hypnotisiert. Auf dem Hinweg sah alles ganz gut aus. Aber dazu später.
Jetzt erst mal wieder ein Paar Eindrücke. Begonnen hat der Tag (nachdem wir - wieder ausgebremst von der Gruppengröße - einen Grillplatz gefunden hatten) mit der Fütterung von Kakadus (wie soll es auch anders sein). Dass wir dann kein Brot mehr zum Grillen hatten, hat auch keinen gestört, hauptsache die 50 Vögel sind versorgt. Johannes hat sich wieder mit Detailaufnahmen beschäftigt:


Im Anschluß daran haben wir den Grill angeworfen, der diesmal ein richtiger "Männergrill" mit Holz war. Musste man aber nicht selbst sammeln, wurde gestellt.


Nach dem Grillen wurde dann noch kurz gechillt, aber kaum hatte man es sich gemütlich gemacht kam Aufbruchsstimmung auf. Jens wollte uns den schönsten Strand der Welt zeigen. Auf dem Photo sieht man das nicht so ganz, aber es ist eine Bucht die fast keiner kennt, am Ende dieser Bucht ist ein Wasserfall und es sind eben kaum Leute da. War echt toll und wenn der Eintritt in einen Nationalpark nicht immer 11$ kosten würde, dann würden wir wohl öfter dort hingehen im Sommer.



Das Beste an dem ganzen Tag kam dann aber nach dem Strand: Bora (einer von Jens Freunden, sozusagen der Papa der Nation) hatte noch seine ganze Kühltruhe voller Essen (ich frage mich noch immer wie das gehen kann, wir haben mittags amtlich gespeist), und auch die anderen hatten noch ein bisschen Fleisch übrig. Zufällig gab es am Strand außerdem Gasgrills und so wurde beschlossen dass noch ein abendliches Barbecue angeschmissen wird. Nachdem Bora seine Kühltruhe geleert hatte, war auf dem Tisch ein reicheres Mahl bereitet als am Mittag. Fast hätten die ganzen Jungs nicht alles aufessen können, und das will wohl was heißen.


Kurz bevor wir dann erfroren sind, und kurz bevor es stockdunkel wurde (also für den Fall der Fälle hätte Bora natürlich auch eine Funzel dabei gehabt... ;-)), haben wir uns auf den Heimweg gemacht. Kaum waren wir aus dem Park draußen, hat uns auch schon die blanke Ernüchterung getroffen als wir die Tanknadel quasi stetig fallen sahen. Zuhause angekommen haben wir dann nach nicht mal 200km den 60l Tank wieder aufgefüllt. Heul...
Am nächsten Tag haben wir gleich mal den "Nikki" aufgesucht und ihm klar gemacht dass er uns 400$ umsonst aus der Tasche gezogen hat. Er hat sich dann bereit erklärt weitere Untersuchungen vorzunehmen. Inzwischen haben wir schöne Fotos gemacht und es zum Verkauf online und die Zeitung gestellt (bis jetzt hat sich noch niemand gemeldet...). Zusätzlich haben wir noch Rat von unserem lieblings Mechaniker in Deutschland eingeholt (danke hier an Herrn Winkler für seine fachkundige Ferndiagnose). Naja, am nächsten Tag hat auch "Nikki" in der Nah-Diagnose das Problem erkannt. Nachdem wir ihm dann nochmal 170$ in die Hand gedrückt haben, haben wir mal auf das obligatorische "See ya" verzichtet... Sind optimistisch dass wir jetzt mit 20l auskommen (6 Zylinder und 4.0l wollen halt auch irgendwie gefüttert werden...).

Ansonsten haben wir noch ein paar andere Dinge erlebt in den letzten Tagen. Eins hat wieder mal (wie soll es wieder anders sein) mit Kakadus zu tun. Haben unsere Brotreste zusammengekramt und beschlossen im Botanischen Garten mal in die Offensive zu gehen. Kaum angekommen saß dieser Kollege quasi auf unserer Schulter:


Wir sind dann weitergezogen um einen Ort zu finden wo es mehr Kakadus gibt, und kaum da angekommen wurden wir quasi überfallen und ausgeraubt. Unten stehendes Foto ist eines der wenigen die mir gelungen sind weil ich dann plötzlich auch mehrere Vögel auf meinem Arm sitzen hatte, die Kamera in der Hand, meinen Janker zwischen die Beine geklemmt (voller Angst dass die Vögel drauf kacken) die Tüte mit Brot in der anderen und gleichzeitig auch noch selber füttern musste um meine Finger vor dem abgebissen werden zu schützen.


Auch andere Kollegen haben das mit dem Brot mitbekommen, so wie diese "Flying Rat", die sich das Brot im Flug aus Johannes Hand geholt hat.


Spätestens als die Ibise dann auftauchten haben wir unser Brot verschenkt und die Flucht ergriffen, weil mit denen wollten wir nicht in den Kampf treten.

Zu guter letzt möchte ich noch ein kleines Problem erwähnen das wir hier mit unserem Feuermelder haben. Also das erste mal als der losging da war mir schon ein bisschen mulmig. Hab zur Sicherheit mal alle Wertgegenstände eingepackt als die Feuerwehr dann kam weil ich vermutet hab dass ich eventuell gleich evakuiert werden könnte... Ja, ihr werdet lachen, ich weiß. Deshalb schreibe ich es ja. Beim 2., 3., 4., 5.... mal hat uns dann nur noch der Lärm gestört. Aber trotzdem amüsant. Der Melder hat hier einen Fehler und geht einfach mehrmals am Tag los. Die Feuerwehr, die hier seeeehrrr pflichtbewußt ist, rückt jedesmal mit 2 Wägen an, mehere mit Atemmasken geschützte "Fire Fighter" springen mit Schlagwerkzeugen bewaffnet (sie könnten ja jemanden eingesperrt aus seinem Zimmer befreien müssen) aus den Autos und machen sich auf, den Feuermelder abzustellen. Wir stehen jedesmal auf dem Balkon und lachen uns kaputt. So wie auch gestern Nacht um 1:



Langeweile bekommen wir hier nicht...

Samstag, 19. August 2006

Bericht

So, zu erst einmal hier ein Beweis dafür dass der Sommer kommt. Und dass ich hier im Bikini liege, das will wohl was heißen ;-)


Nachdem uns der kalte Wind dann wieder zurück in unsere Wohnung getrieben hatte, saßen wir beim Arbeiten für die Uni. Plötzlich fing es draußen an zu knallen wie irre, und wir dachten schon die Militärbasis um die Ecke bei und wäre endlich mal zum Einsatz gekommen, aber dann war es nur das hier:



Heute morgen haben wir dann beschlossen den historischen Kern Sydney's aufzusuchen: "The Rocks". Das war wunderschön. Zunächst sind wir über einen Markt geschlendert auf dem es fast nur Souvenirs gab, und zwar mal richtig schöne (ja genau, daher werden die Sachen kommen die ihr dann zuhause auspacken dürft ;-)). Wir haben erst mal noch nichts gekauft, sondern nur mal geschaut (auch das will was heißen...). Mittags hat uns dann der Hunger gepackt, ich hab nen riesen Obstsalat gegessen und Johannes einen Maiskolben:



In "The Rocks" gab es außerdem noch das hier:


Also wenn unseren Magen mal ganz doll das Heimweh packen sollte, dann können wir ihm für schlappe 18€ eine gediegene Schweinshaxe verabreichen...

Dann haben wir noch einen kleinen Rundgang durch den botanischen Garten gemacht, und wenn ihr stolz seid dass ihr zuhause schon mal eine Fledermaus gesehen habt, dann wird das leider durch diesen Baum hier in den Schatten gestellt (die ganze Horde fliegt übrigens jeden Abend Punkt 6 vor unserem Balkon vorbei, wir konnten sie noch nicht für Brot begeistern aber Johannes arbeitet dran...):



Das Opernhaus und die Harbourbridge haben auch mal genauer unter die Lupe genommen (für die Mama, die will immer Touriphotos sehen ;-)):




Wenn Aboriginies nicht gerade die Straße kehren oder betrunken im Park liegen, machen sie manchmal noch Dinge die ihrer Kultur entstammen, das dann aber ziemlich gut muss ich sagen.

Naja, vielleicht noch ein paar Worte zur Jobsuche: Also das Restaurant in dem wir uns vorgestellt haben, war ganz nett, die Leute auch cool. Leider hätten wir aber schwarze Schuhe und Hose zum Arbeiten gebraucht und kaufen müssen. Dafür hätten wir schon mal ca. 100$ (ca. 60€) investieren müssen. Dazu kommt dass die Aussis ja ein gestörtes Verhältnis zum Alkohol haben (siehe Bottle Shops, Papiertüten für die Flaschen, etc....). Möchte man also an einem Ort arbeiten wo es Alkohol zu kaufen gibt (oder möchte man nur einen Getränketransporter fahren, der Alkohol transportiert), muss man eine RSA machen = Responsible Serving of Alcohol. Die kriegt man an einem Tag mit einer Open-Book Klausur und muss nur 85$ dafür hinblättern. Naja, nimmt man das zusammen, müssten wir jeder 200$ vorstrecken und würden dann pro Stunde gerade mal 12,50$ verdienen (ca. 8€). Um Gerhart Polt zu zitieren: "Betriebswirtschaftlich gesehen ist das ein totales Desaster." Dazu kommt noch das kleine aber feine Risiko das man eingeht wenn man Alkohol ausschenkt und aus Versehen jemandem etwas gibt der schon einen kleinen Hackler hat: fällig werden 5.500$ Strafe wenn man erwischt wird. Die Sache mit der Bar haben wir somit erst mal an den Nagel gehängt.

Zum Abschluß des Tages hat Johannes dann zum ersten Mal richtigen asiatischen Köstlichkeiten (igitt) gefrönt.



Jetzt werden wir noch das Grillabenteuer morgen im Nationalpark vorbereiten und dann ins Bett gehen um fit zu sein.

Gute Nacht...

Freitag, 18. August 2006

Nach dem Hagel - Strand

Hallo ihr lieben Daheimgebliebenen... Um euch mal ein bisschen neidisch zu machen, wollte ich euch an dieser Stelle mal von unserem Strandtrip heute erzählen. Naja, wie zu erwarten, kommt langsam der Sommer hier an. Gestern Abend war es schon wahnsinnig mild draußen, wir konnten schon die Balkontür offen lassen den ganzen Abend.
Nachdem wir dann heute Mittag all unsere Uni Arbeiten (hahah ;-)) erledigt hatten, haben wir uns überlegt dass wir heute mal einen Strandtag machen. Also haben wir unsere 7 Sachen gepackt und sind auf an den legendären Bondi Beach. Johannes hat sich natürlich gleich wieder auf dem Surfbrett versucht, aber außer blaue Flecken ist noch nicht viel dabei raus gekommen (lag vielleicht auch an den nicht vorhandenen Wellen...). Leider kam nach 1 Stunde dann ein relativ kühler Wind auf, der uns veranlasst hat den Heimweg anzutreten.
Nichtsdestotrotz sind wir zuversichtlich dass ich das Haus in Zukunft ohne meinen "Trachtenjanker" verlassen kann und dabei nicht erfriere ;-). Wir werden an euch denken wenn wir bei 30° in der Sonne schmoren und zumindest in Gedanken was von der Wärme rüberschicken...

Liebe Grüße

Dienstag, 15. August 2006

Hagel - Ein seltenes Phänomen in Sydney

So, unser Baby steht frisch durchgecheckt und repariert auf unserem Parkplatz. Der Traum vom Autokauf und dann davonkommen ohne Reparatur ist wohl auch geplatzt. Haben nochmal 400$ (sind so 250€) investiert und beschlossen das Ding zu behalten. Der Mechaniker war ein Ass und hat mehr oder weniger gleich mal alles durchgeschaut: wir wissen jetzt aus fachkundigem Mund dass wir ein sehr gutes Auto gekauft haben. @Papa: wieder wurde uns die Auskunft gegeben dass ein Toyota einem Ford definitiv vorzuziehen ist ;-) Also wenn ich wieder heim komme, dann will ich wenn überhaupt einen neuen Toyota vor der Haustür stehen sehen...
Naja, während wir also auf die Fertigstellung der Reparatur warteten (ich hab mir die Zeit mit Geld ausgeben und der Suche nach einer Geldbeschaffungsquelle vertrieben - erstes erfolgreich, zweiteres leider nicht...), tat sich hier ein fast einmaliges Naturschauspiel auf: erst fing es an zu regnen und nach ein paar Minuten dann zu hageln wie ich es sogar daheim selten erlebt habe. Die Sydneyaner erleben sowas nur alle paar Jahrzehnte und waren alle total von den Socken:


Hier haben sich ein paar Jungs gleich mal einen "Kicker" gebaut und ihre Snowboard Künste auf einem Skateboard ohne Rollen gezeigt.

Und so sah es bei uns im Hinterhof der Uni aus:



Wir haben uns als der Hagel zu Ende war auf den Weg von der Uni zur Werkstatt gemacht und mussten uns beim Gehen teilweise festhalten weil der gesamte Boden mit Eis bedeckt war. Wahnsinn!

Naja, jetzt werden wir mal noch nach Bondi fahren und vielleicht mit einem Freund was trinken gehen nachdem das Auto wieder geht, juhu...

Cheers

Sonntag, 13. August 2006

City 2 Surf

JUHU, wir haben es geschafft! Heute sind wir Teilnehmer des größten Sydney Stadtlaufs aller Zeiten (ok, es war erst der 36. Lauf) gewesen. Und zwar als "Running Wombats" (im Zoo haben wir erfahren dass die bis 40km/h schnell werden können...):



Um 8 in der früh haben sich also alle 16 motivierten Läufer des Ranke-Heinemann Teams getroffen. Gemeinsam sind wir dann zum Start marschiert. Jeder Läufer hat eine rote Mütze gesponsort bekommen, deshalb sah es dann an den Startplätzen so aus:



War ein cooles Bild. Nun ja, schnell hat sich rausgestellt dass der Leistungsgedanke sich weniger auf die Zeit auf 14km konzentriert hat, sondern darauf ob man es schafft jeden Kilometer einen Bottle Shop zu finden und dann auch tatsächlich jeden Kilometer ein Bier zu trinken. Und Nummern von Mädels einzusammeln...
Nachdem wir uns aufgestellt hatten, wurde es langsam wärmer. Dann kam die Frage wohin mit Pulli und langer Hose? Auch dafür haben sich die weisen Organisatoren was überlegt:



Das ist kein Scherz, sonder die "OldJumper" Aktion. Jeder der mitläuft und keinen Rucksack mitnehmen will für Klamotten, wirft einfach seine Sachen auf die Straße oder in die Bäume. Und da werden sie dann eingesammelt und für wohltätige Zwecke verwendet. Darf man natürlich nur machen wenn man seine Sachen nicht wieder haben will...

Und dann gings auch schon los. 65.000 sind ganz schön viele:



Und wir mitten drin:



Für Werbezwecke sind ständig Flugzeuge in der Luft gewesen, die was in den Himmel geschrieben haben:



Nach ein paar Minuten hat sich unser Leistungsträger Nummer 1 (Johannes) abgesetzt um seinen Weg allein zu machen. Ich konnte mich nicht durchringen 14km zu joggen und habe mich folglich erst mal der Bottleshop Tour angeschlossen. War äußerst witzig, und die Jungs haben das mit "jeden Kilometer ein Bier" auch wirklich eine Zeit lang durchgezogen. Aber nicht 14km lang... Bei Kilometer 7 (nach dem berüchtigten "Heartbreak Hill") hab ich mich dann auch auf gemacht und die letzten 7 Kilometer joggenderweise zurückgelegt.
Wenn man kein Bier wollte sondern Wasser oder Gatorade, konnte man sich das an einer der Versorgungsstation besorgen! Wie bei einem richtigen Marathon: da standen Leute die hielten die Becher so, dass man nicht mal anhalten musste, sondern sich im Lauf einen schnappen konnte. Und "Littering" war heute mal erlaubt:



Schon nach 1h und 21min hatte Johannes das Ziel erreicht:



Und konnte das folgende Ambiente genießen:




Ich hab's in 3 Stunden gemacht: 2 Stunden für die ersten 7 km, und eine weitere für die anderen 7 km. Bin immerhin die zweite aus unserem Team, oder die dritte??

Haben dann noch unsere Medaille abgesahnt:



Danach haben wir noch einige Zeit am Strand rumgebracht da es zu diesem Zeitpunkt noch etwas schwierig war einen Bus zu kriegen wenn man nicht 2 Stunden anstehen wollte. Man muss sich vorstellen dass da 65.000 am Bondai Beach waren, die Straßen gesperrt waren und man nur mit den Bussen rauskam. Ganz schön krass. Naja, hat dann aber irgendwann geklappt. Ab nach Hause, Essen gemacht und abschließendes Siegerfoto:



Alles in allem war es sehr lustig heute, wenn auch anstrengend. Am Dienstag wird es eine Zeitungsausgabe geben, in der alle 65.000 Teilnehmer mit ihren Zeiten abgedruckt sein werden. Wir können euch dann berichten wo wir uns insgesamt plaziert haben (schätze irgendwo bei 40.000 ;-)).
Jetzt werden wir unsere müden Beine mal ein bisschen ausruhen lassen. Und schauen ob wir morgen überhaupt noch aus dem Bett kommen.

Cheers

Samstag, 12. August 2006

Ku-ring-gai Chase Nationalpark

Heute haben wir mal wieder ein bisschen Land und Leute erkundet. Wurden gestern von einem befreundeten Pärchen gefragt, ob wir nicht Lust zum Grillen im Nationalpark hätten. Haben natürlich ja gesagt, Wetter spielt klasse mit die letzten Tage ;-)

Die sind schon länger hier und folglich auch prima ausgerüstet! Wir mussten nur Salat und was zu Trinken mitnehmen, alles andere hatten die und die Grills werden von der Regierung Australiens gesponsort. Nachdem Jens und Kerstin dann das Ziel ausgewählt hatten ging es los. Und so sah es am Bestimmungsort aus:



Man bemerke: Ich habe mich bereits von meinem treuen und stetigen Begleiter, dem Trachtenjanker getrennt, so warm was es...

Kaum war der Grill dann an, dürft ihr mal raten wer sich selbst zum Grillmeister ernannt hat??? Natürlich...



In Australien wird nur mit Gasgrills gegrillt, Jens und Kerstin haben erzählt dass ihre Nachbarn sie immer auslachen (ohne Scheiß) wenn die beiden ihren kostbaren Kohlegrill auf der Terasse anwerfen.

Nach dem Grillen haben wir noch ein wenig "gechillt":



Danach haben wir uns dann auf den Weg gemacht um noch einen "Walk" zu machen. Wir hatten die Wahl zwischen 4, 6 oder 1km einfachem Weg. Einstimmige Entscheidung:



Am Ende des Tracks angekommen, hatten wir dann eine wahnsinns Aussicht:



Jens hätte es beinah nicht überlebt:



Und auf dem Weg haben wir außerdem noch Dinge wie diese gesehen:




Leider haben wir auf dem ganzen Walk mal wieder keine Tiere zu Gesicht bekommen! Als wir schon vollkommen deprimiert waren (weil es kein Eis gab UND keine Tiere), lief uns auf der Straße dann plötzlich dieser Kollege über den Weg (sowohl in lebendiger, als auch in überfahrener Form):



Bevor wir nach Hause sind, haben wir noch einen Abstecher an einen Aussichtspunkt gemacht:



Das absolute Highlight waren aber dann die "Red Caves" (also ich glaube den Namen hat sich ein Aboriginee ausgedacht als er schon mächtig einen sitzen hatte, weil von Caves konnte keine Rede sein), in denen man Aboriginee Zeichnungen sehen konnte:



Wäre man gehässig, und das waren wir heute Nachmittag ;-), könnte man sagen dass ich das auch mit meiner Hand und ner Spraydose hinbekommen hätte...

Alles in allem war es ein schöner Tag, der aber auch anstrengend war. Zu unserem Leidwesen haben wir heute feststellen müssen dass unser Auto wohl doch eine kleine oder besser gesagt größere Macke hat: Es benötigt 25l Sprit auf 100km...Naja, schätze wir werden am Montag mal eine Werkstatt aufsuchen und wenn das nichts hilft ein neues Auto... Heul...



Gute Nacht...

Freitag, 11. August 2006

Kakadus

Während ich hier gerade das Kindermorgenprogramm mit Pinky Dinky Doo, Rubba Dubbers und Crazy Bananas genieße, schreib ich noch schnell was über die Kakadus! Unser "Kakadu-Experiment" wie wir es liebevoll nennen, ist vollends erfolgreich. All unsere Mitstudenten beneiden uns. Wir füttern inzwischen jeden Tag eine ganze Horde von Kakadus. Damit ihr euch das besser vorstellen könnt hier mal ein paar Bilder und ein kleines Video. Wir haben es auf einen Server geladen. Hat ca. 32MB, solltet ihr also nicht versuchen anzuschauen wenn ihr kein DSL habt, sonst lädt es immer noch wenn wir in 5 Monaten schon wieder daheim sind ;-) Johannes wird aber versuchen das Video zu komprimieren (wenn es unser Zeitplan irgendwie zuläßt).
Wir werden uns jetzt mit der Schwierigen Frage beschäftigen: Laufen wir in die Uni oder fahren wir mit dem Auto? Plötzlich sind wir nämlich ganz schön faul geworden, was mich ganz schön ärgert! Gestern abend sind wir auf eine Uniparty gegangen und haben beschlossen mit dem Auto hinzufahren. Ich musste am Nachmittag im Feierabendverkehr noch das Fahren üben damit ich meinen besoffenen Begleiter dann in der Nacht heimkutschieren kann. Nachdem wir uns dann 28 mal verfahren haben, haben wir mit dem Auto ungefähr doppelt so lang gebraucht wie wenn wir mit der Bahn gefahren wären. Aber so ist das wenn man nicht mehr laufen muss.
Glaube wir werden laufen jetzt...




Und hier noch ein ganz besonders schönes Bild mit unserer Aussicht früh am Morgen:



Und hier der Link für das Video:

Kakaduvideo

Viel Spaß damit!

Mittwoch, 9. August 2006

JUHU! Wir haben einen fahrbaren Untersatz!

Puh, wieder hat uns das Glück heimgesucht und wir haben ein wahnsinns Auto gefunden (ich frage mich wann diese Strähne abreißt, und fürchte irgendwo auf dem Weg von Sydney nach Brisbane wenn uns das Auto dann doch verläßt weil irgendwas nicht in Ordnung war...). Aber von vorn:

Nachdem die Frustration gestern groß war, hat Johannes noch eine ehemalige Familienkutsche ausfindig gemacht, die sich leider am unteren Ende von Sydney befand (inzwischen steht sie eben auf unserem Parkplatz). Wir wollten unseren Besichtigungstermin heute schon wieder absagen da das mit den öffentlichen mehr als 1 Stunde gedauert hätte. Ein Freund hat uns dann allerdings angeboten uns mit seinem Auto hinzufahren.

Dort angekommen hat der Besitzer dann das Auto aus der Garage geholt, und wir wußten quasi just in dem Moment dass wir dieses Auto kaufen (wenn wir es nicht gekauft hätten, hätte Rasmus es sich unter den Nagel gerissen, so geil ist es ;-)). Dazu kommt, dass Rasmus sich auch noch auskennt mit Autos und für uns alles durchgecheckt hat. Jetzt können wir uns ziemlich sicher sein dass so ziemlich alles ok ist, einen Ferrari kann man für 1200€ natürlich nicht erwarten. Aber das Auto ist besser gepflegt als meines, schaut innen aus wie neu! Kein Rost, keine Dellen, alles funktioniert!

Juhu, morgen gleich zum Tanken und dann zum Einkaufen mal wieder mit Auto! Das wird toll! Und hier mal ein paar Bilder von unserem "Baby":




Dienstag, 8. August 2006

Autokauf

Ganz im Gegensatz zur Internetbeschaffung haben die lieben Behörden hier in Australien für den Autokauf und dessen Zulassung versucht, ein möglichst kompliziertes System zu entwickeln durch das keiner mehr durchsteigen kann. So ging es folglich dann auch uns. Nachdem wir all unseren Mitmenschen die hier schon etwas Lebenserfahrung gesammelt haben, tagelang auf die Nerven gefallen sind, wie denn das mit dem Autokauf hier funktionieren würde und zahlreiche Erfahrungeberichte und Hinweise im Internet gelesen haben, fühlten wir uns dann gestern Abend gerüstet mal die Anzeigen durchzugehen.

(In allen Bundesstaaten gibt es unterschiedliche Vorschriften, wie der Zustand des Autos sein muss um den TÜV zu bestehen. In NSW, also wo wir sind, ist es am strengsten. In Queensland mittelstreng und in Western Australia kann man die Teile des Autos mit der Hand zusammenhalten und darf dann noch fahren. Dann muss man aber noch viele weitere Dinge beachten bevor man ein Auto kauft und versichert. In manchen Bundesstaaten ist eine Personenversicherung bei der Anmeldung des Autos enthalten, in anderen wieder nicht. Da muss man aufpassen, nicht dass man wen umfährt und dann nicht versichert ist. Eine Kaskoversicherung muss man gar nicht haben, muss man daher extra abschließen wenn man möchte! Auch eine wichtige Info wenn man denkt das wäre dabei...Und dann haben diese ganzen Dinge bunte Namen: Pink Slip, Grenn Slip, Blue Slip, Lilablassblau Slip, was weiß ich... Das dauert bis man das alles verstanden hat und bis man durchgerechnet hat ob und in welchen Fällen es sich lonht in einen anderen Staat zu fahren um sein Auto anzumelden oder hier zu bleiben.)

Ach ja, unsere Preisvorstellung hatten wir bis dahin schon von ca. 3000$ auf 1500$ runterkorrigert (was in die Wohnung gesteckt wird, muss eben anderswo eingespart werden...). Während Johannes sich sportlichen Freuden beim Baseketball hingegeben hat (ich fühle mich diesem Sport weder körperlich noch sonstwie gewachsen), habe ich mich zunächst mit den nötigen Einkäufen, der Essensplanung und dann den Telefonaten mit den Autobesitzern beschäftigt. Nachdem die Handykarte quasi leer telefoniert war und der Abend rum, hatte ich für heute mal 3 Termine zur "Inspection" vereinbart.

Heute haben wir dann mal den Englischkurs sausen lassen (zum Glück fühlen wir uns durch zahlreiche Papers die wir bereits in der englischen Sprache verfasst haben, dieser Aufgabe auch ohne Kurs gewachsen, nichtsdestotrotz werden wir uns das ab nächster Woche mal anschauen), und sind losgezogen um das erste Auto anzuschauen. Nino, ein Italiener will sich gerne von seinem Ford Escort Kombi verabschieden. Nachdem wir eine Probefahrt gemacht haben und das Auto sonst mit dem Auge eines Unwissenden fachmännisch inspiziert hatten, konnten wir den Schluß ziehen dass das wohl eine waghalsige Investition werden würde: Reifen quasi Slicks, Stoßdämpfer nicht vorhanden, Klima nicht funktionstüchtig, Rahmen verzogen. Motor und Bremsen dafür neu. Nun gut, zweiter Termin, wieder ein Escort. Fazit: Motor keine Ahnung, Rappeln an der Bremse beim lenken, Zentralverriegelung im Arsch, Klima ebenfalls kaputt, Bremsen keine Ahnung, Rahmen verzogen. Klares Nein von Johannes hierzu (man muss dazu sagen: ich fahre hier nicht! Ist mir irgendwie komisch mit diesem Linksverkehr). Also dritter Termin (inzwischen sind wir "quite familiar" mit dem Sydney Bus-System). Opel Vectra Kombi! Geiles Auto, geiler Preis (also mal schnell wieder nach oben korrigiert auf 2000 oder drüber wenn man für 1500 nur Unfallwagen ohne Klima kriegt...), ABER: Zulassung in Queensland. Das würde bedeuten für die Ummeldung 2000km zu fahren. Kosten: 300$ extra.
Also heim, Essen reingestopft und weiter Internet gesurft. Fazit: morgen 1 Termin zu dem uns freundlicherweise ein Freund mit seinem Auto fahren wird und am Donnerstag noch einer. Mal sehen...

Sonntag, 6. August 2006

Sydney Aquarium

Gestern haben wir uns mal wieder den touristischen Attraktionen Sydney's hingegeben und das "Sydney Aquarium besucht". Nachdem wir uns in die schlecht-wetter bedingt lange Schlange von anderen Schaulustigen eingereiht hatten, haben wir diskutiert wie wir jetzt all unsere Rabattkarten, Vouchers und Gutscheine kombinieren sollten um den günstigsten Preis rauszuschlagen. Als wir dann ausgerechnet hatten, dass wir mindestens 5$ wieder rauskriegen müßten wenn wir uns das Aquarium jetzt anschauen, haben wir der Kassiererin vorgeschlagen wenigestens ein "Buy One get One free" auf unsere Studentenausweise zu machen. Leider gingen unsere Rechnungen nicht auf und wir konnten gerade mal ein reguläres Ticket umsonst rausschlagen. Hier mal ein paar Eindrücke:





Ist schon ganz nett wenn man quasi Auge in Auge mit diesen Ungeheuern ist…Nur noch getrennt durch eine Plexiglaswand ;-).
Neben Haien gab es aber auch noch eine ganze Menge anderer Tiere: Quallen (leider nur die harmlosen, die z.B. in Frankreich auch immer am Strand rumliegen), Echsen, Pinguine, Robben, andere große und kleine Fische (unter anderem auch einer mit einer Elvis-Frisur auf), Schlangen und: Ein Krokodil, ein so genanntes „Saltie“, die gefährlichsten Krokodile in Australien. War aber nur langweilig in seinem Pool gelegen. Nachfolgendes Schild besagt, dass sich das aber auch ganz schnell ändern kann:



Auch beeindruckend war der „Stingray“, der auf der Plexiglasröhre klebte und sie ordentlich sauberschluzte als wir gerade durchgingen. Leider ist das auf dem Bild nicht so gut zu erkennen, aber der hatte eine „Flügelspannweite“ von ungefähr 2 Metern. Das ist aber noch nicht das größte was bei diesen Rochen vorkommt. Das hochkonzentrierte Verfolgen einer Tiersendung im Discovery Channel letzte Woche klärte uns auf, dass die mal locker 5m Spannweite bekommen können. Dann möchte man ihnen nicht mehr begegnen.




Naja, wir haben noch viele andere Tiere fotografiert, aber das wäre zu langweilig für euch, deshalb beglücken wir euch nur mit den Highlights. Ach ja, ab und zu müssen auch wir uns wie echte „Touris“ aufführen:



Dummerweise darf man hier nie irgendwelche Tiere anfassen. Nicht die Haie, Schlangen oder Robben und auch keine Koalas. Da wir aber extrem kontaktbegierige Menschen sind, haben wir heute Nachmittag in unserer grenzenlosen Langeweile beschlossen uns mal mit Vöglen zu versuchen. Keiner hat gesagt man darf die nicht anfassen und Schilder gibt es diesbezüglich nur im Park, nicht aber auf unserem Balkon. Johannes hatte also die tolle Idee mal ein wenig Brot auf das Geländer zu legen, weil "vielleicht kommen da die Kakadus vom Haus gegenüber auch mal zu uns...". Gesagt, getan. Ein paar Stunden später landeten plötzlich 2 riesige Vögel auf dem Balkon und haben sich das ganze Brot in 2 Sekunden reingeschraubt. Als die Mistviecher dann anfingen meine frisch gewaschene Hose zu essen, hab ich Johannes rausgeschickt damit er sie verjagt. Angesichts der überdimensionalen Größe (das kommt auf dem Bild nicht besonders gut raus, die sind echt groß...) hat er sich dann aber doch nicht so getraut und versucht sie mit Geräuschen loszuwerden. Die 2 haben dann verstanden dass man Jeans und Wäscheklammern nicht essen kann, und sind von Dannen gezogen. Wir werden, wenn keine frische Wäsche mehr draußen hängt (ich hatte Todesangst dass sie diese vollscheißen) weiter mit dem Experiment fortfahren und sie handzahm machen... Berichterstattung folgt.



Außerdem möchte ich noch einen Einblick in die äußerst skurrile Modewelt Sydney’s geben. Beim Shoppen ist mir dieses Prachtexemplar in die Hände gefallen:



Ich glaube damit komm ich in jede angesagte „Dizze“ und auch sonst kann mir stylemäßig keiner mehr was vormachen…


Und zu guter Letzt, damit ihr auch mal seht was wir machen wenn wir zu Hause sind: Wir verwöhnen uns kulinarisch mit den guten alten Spezialitäten, die wir im Feinschmeckerparadies No. 1 von Sydney äußerst preiswert erwerben: bei ALDI. Und wenn wir mal ein wenig Heimweh haben oder das Bedürfnis nach deutschen Mitbürgern, wissen wir genau dass wir auch dann am besten da hin gehen wo es ALl DIe guten Sachen gibt.



Cheers

Donnerstag, 3. August 2006

Universität im Ausland - Ein Spaziergang?

Gestern hat also das große Abenteuer "Universität" begonnen. Ich durfte diese erste Erfahrung allein in meinem Kurs "Managing People" machen. Kaum war es halb 10 waren auch schon die 30, die angemeldet waren da. Als sich alle vorgestellt hatten, kam sie wieder auf, diese Frage, die ich mir seit wir hier sind mehrmals täglich stelle: Wo sind all die 19 Millionen Australier, die hier in diesem Land angeblich leben sollen? Nachdem wir es bis jetzt geschafft haben nur Deutsche Mitmenschen um uns zu scharen (das war definitv keine Absicht, aber ich glaub hier gibts sonst niemanden), dachte ich mir dass ich es vielleicht im Kurs mal schaffen kann jemand von hier kennenzulernen. Leider ist diese Hoffnung schnell gestorben: von 30 Leuten ist eine aus Australien.
Naja, der Kurs war lustig und interaktiv, ich wurde gleich mal von 10 Indern ausgequetscht wie denn das Bewerbungsprocedere in Deutschland ist. Als alte "Human Resource'lerin" konnte ich natürlich fachkundig Auskunft erteilen.
Am Abend dann Project Management, auch sehr nett aber für uns nicht neu. Wird aber auch interessant. Anwesend außer uns: 25 Inder und 22 Chinesen.

Der Knüller kam dann heute. Im Fach VWL. Fing mit etwas Geplänkel zum Organisatorischen an, und dann ging es auch schon mit Vollgas zur Sache! Schon der in der 1.(!) Minute wurde definiert was eine Variable ist... Wow, das geht ab! ;-) HALLO, wir sind in einer weiterbildenden Einrichtung, für die wir 5000€ bezahlt haben um dort sein zu dürfen... Ich habe gelernt was eine Variable ist als ich in der 9. Klasse war (was zur Hölle lernen die hier in der Schule???). Naja, dachten wir uns, kann ja mal passieren, ist vielleicht nur dass jeder alles versteht. 5 Minuten später wurde ich durch neuen Stoff abrupt aus dem Schlaf gerissen: wir mussten eine einfache lineare Gleichung der Form Y = a + xb aufstellen! Auch das war bereits Stoff der 9. Klasse. Aber nicht dass ihr denkt das wars schon: die richtige Herausforderung war dann diese Gleichung nach x aufzulösen...Das war aber noch immer nicht alles. Nach ein paar Minuten Pause um sich von den Strapazen dieser geistigen Ergüsse zu erholen, mussten wir dann Zahlen in die Gleichung einsetzen und mit den errechneten Werten einen Graphen zeichnen. Natürlich hat die deutsche Elite (bestehend aus Johannes und mir) auch das gemeistert. ;-) Zum schluss wurden wir dann zu unserer Erleichterung noch darauf hingewiesen dass es bei linearen Gleichungen bleiben wird, wir uns also keine Sorgen um andere mathematische Herausforderungen machen müssten. Da war ich aber erleichtert, wo hätte das auch hingeführt...

Aber es ist schön wie sich die Professoren hier um das Wohlergehen der Studenten kümmern. Also unsere Professorin hat uns angeboten dass wir Mitte des Semesters einen Test schreiben, den sie dann korrigieren wird, damit wir wissen wie gut wir sind und keine böse Überraschung erleben wenn das "Exam" kommt. Außerdem wird man ständig darauf hingewiesen dass alle 24/7 zur Verfügung stehen wenn es Probleme gibt oder man Fragen hat. Es wird 5x nachgefragt ob auch alle alles verstanden haben...Ach ist das schön, man fühlt sich wie in der Schule nur noch besser aufgehoben ;-)

Naja, jetzt ist mal Schluß mit gequatsche.

Dienstag, 1. August 2006

Erste Woche - Resumee

Will niemanden mit einer Flut von Einträgen langweilen, aber am Anfang ist alles noch so neu, und man hat soviel zu erzählen...

Heute hatten wir einen wunderschönen Tag im Zoo, da könnten sich deutsche Zoos mal ne Scheibe abschneiden! Haben tolle Sachen erlebt und Fotos werden bald folgen.

Aber jetzt wollte ich mal ein kurzes "Wrap Up" der letzten Woche machen und vielleicht ein paar Dinge aufzählen die wir hier schon gelernt haben. Erste Lektion war definitiv dass Hostels vielleicht nicht immer das hergeben was ihre Homepage verspricht (bei unserer war die einzige Investition wohl die in den Webauftritt, der nun eine Luxusbleibe offeriert...) und sie zweitens leider meistens Bettwanzen haben, die vorzugsweise in die Beine stechen und man sich zu Tode kratzen muss (in unserem Fall ich...).

Wir haben außerdem schnell gelernt dass Sydney größer ist als man denkt und es ganz schön lang dauert wenn man zu Fuß von A nach B will. Die Investition in unseren Mietwagen ist daher im Moment noch als die wertvollste Ausgabe der letzten Woche anzusehen (abgesehen von dem Pullover den Johannes sich kaufen musste um auf der Hafentour nicht zu erfrieren...). Ebenfalls lohnt es sich öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen auch wenn man sehr geneigt ist in den Streik zu treten (man hält die Preise pro Woche eher für Monatspreise) und kein Ticket zu kaufen.

Hier gleich die nächste Lektion: wenn die Sonne scheint ist es nicht immer auch gleichzeitig warm... für nähere Informationen zu diesem Punkt kontaktiert ihr am besten mal Johannes selbst ;-)

Spezielle Lektion für Sydney: wenn hier mal was umsonst ist, dann kann was nicht stimmen. Entweder es ist Crap, vergiftet oder vielleicht in irgendwas inbegriffen was man in der Minute vorher schon bezahlt hat. Auf meine Planung hin, die ich heute Abend gemacht habe, was wir hier noch so alles machen, war Johannes Kommentar: "Wieviele Millionen $ willst du in den nächsten Wochen ausgeben??".

Das führt gleich zum nächsten Punkt: Einkaufen. Als arme Studenten, die zu zweit einen Haushalt führen wissen wir jetzt: Man kann Lebensmittel auch noch essen wenn sie abgelaufen sind, man muss sie nicht wegwerfen (solltet ihr bald nichts mehr von und hören, liegen wir vielleicht mit Salmonellen im Krankenhaus ;-)).

Und das letzte und für mich eine ganz besondere Lektion: Wäsche wird beim Waschen nicht automatisch weiß und ICH WILL EIN BÜGELBRETT UND EIN BÜGELEISEN MIT TEFLONOBERFLÄCHE!!!!!!

Montag, 31. Juli 2006

Sockenklau

Kurze Information an alle Menschen die gelegentlich mal eine Waschmaschiene benutzen um diese kleinen Dinger zu reinigen die man an den Füßen trägt:

Der Sockenklau geht auch in Australiens Waschmaschienen um!!! Haben heute eine Maschiene gewaschen und zack, schon fehlt ein Socken!

Ich kann es fast noch nicht glauben! Wenn das so weitergeht müssen wir wohl barfuß nach hause kommen.

Liebe Grüße von der werdenden Hausfrau

Julchen

Wohnungssuche - Doch nicht so schwer ;-)

Hallo Ihr lieben!

Johannes ist ein bisschen faul, deshalb hab ich das Blog schreiben mal an mich gerissen.

Das Glück ist uns hier hold wie mir scheint:
Wir haben eine Kaution hinterlegt bei einer Wohnung die uns ganz gut gefallen hat, und sind dann noch zu 2 weiteren Terminen gegangen. Der letzte war dann in einer Wohnung, die nur kurzfristig zu vermieten ist. Wir hatten gar nicht nach dem Preis gefragt und wollten schon wieder umdrehen als wir drin standen: Das können wir uns niemals leisten, dachten wir... Ein Zimmer, überragende Aussicht auf Opernhaus und Harbour Bridge (hier auf dem Bild zu sehen), Pool (auf dem nächsten von unserem Balkon aus), Balkon, Spülmaschiene, Klimaanlage, warmes Wasser, Parkplatz... Quasi alles was sich der bettelarme "International Student" so wünscht. Wollten dann schon wieder gehen, woraufhin der Immobilien-Johnny den Preis immer weiter gesenkt hat - und wir haben zugeschlagen.
War irgendwie zu einfach, dachte ich mir und hatte eine schlaflose Nacht. Der einzige Haken war nämlich, dass der Preis um 150$ pro Woche teurer war als geplant.
Das tolle daran ist aber, dass es wirklich keinen Haken gibt. Also bis jetzt. Wir wurden noch nicht ausgeraubt, es gibt keine Baustelle, die Toilette läuft nicht über, es gibt keine Kakerlaken (noch nicht...) und wir können auch sonst nicht meckern.

Heute hat sich das Glück dann nochmal von seiner sonnigen Seite gezeigt: als man uns den Studentenausweis ausgestellt hat, wurde fälschlicherweise eingetragen dass wir Austausch-Studenten sind. Die können Tickets für die Öffentlichen Verkehrsmittel für die Hälfte kaufen, wir dürften das eigentlich nicht. Jetzt aber doch! Sparen uns jede Woche 10€!

Hier auf dem Bild sind wir beim Harbour Sidewalk (15 km an der Küste entlang durch den Busch) zu sehen, den wir gestern gemacht haben! Und zwar mit anderen Studenten vom "Salad Bowl", bei dem wir gleich mal am 3. Tag Mitglied geworden sind... Komischerweise waren da nur Deutsche mit uns unterwegs. Also lernen wir eben unser Deutsch zu verbessern ;-)

Die tollste Neuigkeit ist, dass ich inzwischen zuhause!!! sitze und online bin! Die Wohnung ist zwar ein Kabelsalat und der 8-fach Stecker reicht kaum mehr aus um all unsere elektronischen Geräte an den Strom, der übrigens schon inklusive ist (ich könnte mir vorstellen dass sie das ändern wenn sie die erste Abrechnung für unsere Wohnung bekommen...), anzustecken. Aber jetzt gehts mir gut! Kontakt nach Hause wann immer ich will, und nicht erst nach 45min Spaziergang in die Uni...

Naja, das solls mal gewesen sein für heute, werden jetzt dann unsere Seriensucht befriedigen und Desperate Housewives anschauen!

Liebe Grüße und bis bald,

Julchen

p.s. unten noch ein paar Bilder von Aussichten, die wir hier genießen:

Donnerstag, 27. Juli 2006

Wohnungssuche gar nicht so einfach


Hallo zusammen,

also die ersten tage sind jetzt vorbei und wir haben unseren jetlag so langsam ueberwunden.
jetzt geht es darum entlich eine bleibe zu finden! Das ist garnicht so einfach wie wir dachten. Haben nun schon fast alle Stadtteile von Bondi bis Newtown abgeklappert. Leider war immer noch nicht das richtige dabei!
Jetzt hoffen wir, dass wir am Samstag was schoenes in der Zeitung finden! Neben der Wohnungssuche haben wir aber auch schon Kontakte geknüpft, wie ihr hier auf dem Foto sehen könnt. Wir waren mit Leuten die auch hier studieren in einer Bars namens " Three wise monkeys". War sehr nett und wir haben viele hilfreiche Tips bekommen.

In der uni waren wir besher erst einmal (wegen wohnungssuche). Die uni ist aber ziemlich cool und modern, das wird bestimmt ganz schoen dort zu studieren.

Das Wetter ist seit heute auch auf unserer Seite, das heisst es regnet nicht mehr (winter ist immer noch), aber bei knapp 20grad laesst es sich aushalten!

So jetyt gehts wieder auf die Wohnungsuche!

Gruss Johannes und Julia

Donnerstag, 6. Juli 2006

Bald gehts los

Hallo zusammen,

jetzt sind es nur noch ein paar Tage, dann seid ihr uns mal für 5Monate los.
Ich hoffe ihr schaut ab und zu mal hier im Blog vorbei.
Wir versuchen ein paar impressionen durch Fotos und nette Geschichten mit euch zu teilen.

Also bis bald,

Johannes